Bewertung:

Derzeit gibt es keine Leserbewertungen. Die Bewertung basiert auf 2 Stimmen.
Beside You in Time: Sense Methods and Queer Sociabilities in the American Nineteenth Century
In Beside You in Time erweitert Elizabeth Freeman die biopolitische und die Queer-Theorie, indem sie eine zeitliche Sicht auf das lange neunzehnte Jahrhundert skizziert.
Unter Rückgriff auf die Foucaultschen Vorstellungen von Disziplin als einem Regime, das den menschlichen Körper an die Zeit bindet, zeigt Freeman, wie die Zeit zu einem sozialen und sensorischen Mittel wurde, mit dem sich die Menschen in Gruppen zusammenfanden, die den disziplinären Kräften widerstanden. Sie spürt temporalisierten Körpern in vielen miteinander verflochtenen Regimen - Religion, Säkularität, Rasse, Geschichtsschreibung, Gesundheit und Sexualität - nach und untersucht, wie diese Körper in Bezug auf diese Regime handeln.
Anhand von Analysen des rhythmischen Tanzes der Shaker, afroamerikanischer Sklavengeschichten, der Literatur von Mark Twain, Pauline Hopkins, Herman Melville und anderen sowie der Art und Weise, wie katholische Sakramente Menschen über historische Grenzen hinweg miteinander verbanden, verdeutlicht Freeman, dass der Körper ein Instrument dessen ist, was sie queere Hypersozialität nennt. Als eine Seinsweise, in der Körper über die Zeit hinweg mit anderen und ihrer Geschichte verbunden sind, bietet queere Hypersozialität, so Freeman, unterdrückten Körpern die Möglichkeit, disziplinären Zeitregimen zu entkommen und neue soziale Welten zu schaffen.