Bewertung:

Das Buch ist eine Zusammenstellung von Aufsätzen, die sich mit komplexen Themen im Zusammenhang mit Gehirnaktivität, Willensfreiheit und philosophischen Fragen befassen und eine Mischung aus Meinungen und Argumenten präsentieren. Obwohl es zum Nachdenken anregende Einsichten bietet, kann der dichte Inhalt und das Fehlen eines strukturierten Themas für den Leser eine Herausforderung darstellen.
Vorteile:Das Buch enthält aussagekräftige Inhalte und reichhaltige Informationen, regt zum Nachdenken an und bietet verschiedene Meinungen zum Konzept des freien Willens. Einige Beiträge, wie die von Peter Tse, sind besonders eindringlich und regen zu einer tieferen Betrachtung und Diskussion komplexer philosophischer Fragen an.
Nachteile:Das Buch ist sehr dicht und kompliziert, so dass es ohne mehrmalige Lektüre nur schwer zu verdauen ist. Es fehlt eine kohärente Struktur, die Aufsätze wirken unzusammenhängend, und einige Beiträge können als zu technisch oder esoterisch erscheinen, was dem Gesamterlebnis abträglich sein kann.
(basierend auf 6 Leserbewertungen)
Neuroexistentialism: Meaning, Morals, and Purpose in the Age of Neuroscience
Existenzialismen entstehen, wenn die Grundlagen des Seins, wie Sinn, Moral und Zweck, angegriffen werden. In der ersten Welle des Existenzialismus befassten sich die Schriften von Kierkegaard, Dostojewski und Nietzsche mit der immer offensichtlicher werdenden Unfähigkeit der Religion und der religiösen Tradition, eine Grundlage des Seins zu bieten. Der Existenzialismus der zweiten Welle, philosophisch verkörpert durch Sartre, Camus und de Beauvoir, entwickelte sich als Reaktion auf ähnliche Erkenntnisse über die allzu optimistische aufklärerische Vision der Vernunft und des Gemeinwohls.
Die dritte Welle des Existenzialismus, ein neuer Existenzialismus, entwickelte sich als Reaktion auf die Fortschritte in den Neurowissenschaften, die die letzten Reste einer immateriellen Seele oder eines Selbst bedrohen. Angesichts der zunehmenden Erklärungs- und Therapiekraft der Neurowissenschaften kann der Geist nicht mehr losgelöst von der Welt als Sinnstiftung dienen. Dies führt zu Gründungsangst.
In Neuroexistentialismus untersucht eine Gruppe von Autoren, zu der einige der weltweit führenden Philosophen, Neurowissenschaftler, Kognitionswissenschaftler und Rechtswissenschaftler gehören, die durch den Existenzialismus der dritten Welle verursachten Ängste und mögliche Antworten darauf. Die Aufsätze befassen sich mit unserem neuroexistenzialistischen Dilemma und erforschen, was uns die Geisteswissenschaften über Moral, Liebe, Emotionen, Autonomie, Bewusstsein, Selbstsein, Willensfreiheit, moralische Verantwortung, Recht, die Natur der Strafe, den Sinn des Lebens und den Zweck sagen können.