Bewertung:

Das Buch stellt eine ehrgeizige Erkundung des Platonismus gegenüber dem Fiktionalismus dar, die bei den Lesern unterschiedliche Reaktionen hervorrief. Während die einen die Klarheit der Argumente des Autors schätzen und die Thematik spannend finden, kritisieren andere den Autor als zu ehrgeizig und in bestimmten Bereichen als zu wenig tiefgründig. Die Resonanz ist gemischt: Einige sind von den Positionen des Autors nicht überzeugt, andere loben die Eleganz des Werks.
Vorteile:Der Autor formuliert seine Argumente klar und geht auf komplexe philosophische Fragen ein, insbesondere in Bezug auf Platonismus und Fiktionalismus. Einige Leser fanden die Lektüre erhellend und lobten die Eloquenz des Textes und empfahlen das Buch weiter.
Nachteile:Einige Leser finden den Ansatz des Autors zu ehrgeizig und bei bestimmten Untersuchungen fehlt es ihm an Tiefe. Andere sind von der zentralen These nicht überzeugt und weisen auf Schwächen in der Argumentation hin, insbesondere bei der Nominalisierung der Quantenmechanik. Es gibt auch Kritik an der Sprache, die für die Diskussion philosophischer Konzepte verwendet wird.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
Platonism and Anti-Platonism in Mathematics
In diesem geschickten und energischen Buch zeigt Mark Balaguer, dass es keine guten Argumente für oder gegen den mathematischen Platonismus gibt (d.h. die Ansicht, dass abstrakte oder nicht-räumlich-zeitliche mathematische Objekte existieren und dass mathematische Theorien Beschreibungen solcher Objekte sind). Balaguer tut dies, indem er feststellt, dass sowohl Platonismus als auch Antiplatonismus vertretbare Positionen sind. In Teil I zeigt er, dass ersterer vertretbar ist, indem er eine neue Version des Platonismus einführt, die er als vollwertigen Platonismus oder FBP bezeichnet. Er argumentiert, dass Platonisten, wenn sie FBP befürworten, alle Probleme lösen können, die traditionell mit ihrer Sichtweise verbunden sind, insbesondere die beiden Benacerraf'schen Probleme (d.h. das epistemologische Problem und das Problem der Nicht-Eindeutigkeit).
In Teil II verteidigt Balaguer den Antiplatonismus (insbesondere den mathematischen Fiktionalismus) gegen verschiedene Angriffe, darunter vor allem das Quine-Putnam-Argument der Unverzichtbarkeit. Balaguers Version des Fiktionalismus weist Ähnlichkeiten mit der von Hartry Field auf, aber die Argumente, die Balaguer zur Verteidigung dieser Ansicht verwendet, sind sehr unterschiedlich. Die Teile I und II dieses Buches zusammengenommen zeigen deutlich, dass wir kein gutes Argument für oder gegen den Platonismus haben.
In Teil III erweitert Balaguer seine Schlussfolgerungen, indem er argumentiert, dass wir derzeit nicht nur kein gutes Argument für oder gegen den Platonismus haben, sondern dass wir niemals ein solches Argument haben könnten, und dass es in der Tat keine Tatsache gibt, ob der Platonismus richtig ist (d.h. ob es abstrakte Objekte gibt).
Dieses klare und verständlich geschriebene Buch betritt Neuland auf seinem Gebiet und ist eine wichtige Lektüre sowohl für Spezialisten als auch für alle, die sich für die Philosophie der Mathematik oder die Metaphysik im Allgemeinen interessieren.