Bewertung:

Das Buch ist ein wertvolles Hilfsmittel für Doktoranden und diejenigen, die in die Debatte um die Bildungsforschung einsteigen. Es bietet eine solide Grundlage für wissenschaftliche Untersuchungen und wird wegen seines Schwerpunkts auf dem Postpositivismus gut aufgenommen.
Vorteile:Es ist vollgepackt mit wichtigen Inhalten, bietet eine hervorragende Grundlage für die Bildungsforschung, eine ausgezeichnete Zitierquelle, gut entwickelte Konzepte von Objektivität und Wahrheit, insgesamt zufriedene Leser.
Nachteile:Manche finden das Material zu schwer oder zu dicht.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
Postpositivism and Educational Research
In diesem Band wird die allgemein als „postpositivistisch“ bezeichnete philosophische Position, die einem Großteil der Mainstream-Forschung im Bildungsbereich und den damit verbundenen Sozialwissenschaften zugrunde liegt, auf unverblümte und lebendige Weise dargestellt. Die Diskussion ist durchgehend von den jüngsten Entwicklungen in der Wissenschaftstheorie geprägt.
Die Autoren D. C. Phillips und Nicholas C.
Burbules führen eine Reihe interessanter Beispiele aus der Bildungsforschung und der Evaluationsliteratur an, um den Wert eines wissenschaftlichen Ansatzes zu verdeutlichen. Viele Bildungsforscher streben eine strenge oder disziplinierte Untersuchung an, die darauf abzielt, genaue (und im Allgemeinen „wahrheitsgemäße“) Darstellungen von Bildungsphänomenen und den ihnen zugrunde liegenden kausalen psychologischen oder sozialen Prozessen zu erstellen.
In jüngster Zeit haben jedoch viele Kritiker argumentiert, dass es ein Irrtum ist zu glauben, dass Forschung Theorien hervorbringen oder Behauptungen aufstellen kann, die wahr, objektiv und wertneutral sind. Mit anderen Worten, dass Forscher immer innerhalb eines Rahmens arbeiten, der wichtige (und oft fragwürdige) Annahmen über Werte und die Natur des menschlichen Wissens enthält.
In diesem Buch wird argumentiert, dass die traditionellen wissenschaftlichen Werte und Annahmen nicht überholt sind, auch wenn aus den jüngsten Kritiken viel zu lernen ist. Die Autoren zeigen den Studierenden, wie sie die wissenschaftliche Methode in einer Weise anwenden und nutzen können, die den jüngsten Kritiken Rechnung trägt.