Bewertung:

Das Buch „Present Tense Machine“ von Gunnhild Øyehaug erforscht das Konzept der Paralleluniversen und die Auswirkungen eines einzigen sprachlichen Fehlers auf die Familienbande. Im Mittelpunkt steht das Leben von Anna und ihrer Tochter Laura, die aufgrund eines falsch verstandenen Wortes unwissentlich getrennt werden. Die Erzählung wechselt zwischen den Leben der beiden und beschäftigt sich mit den Themen Sprache, Erinnerung und Verbindung.
Vorteile:⬤ Einzigartige und faszinierende Prämisse
⬤ sympathische und liebenswerte Charaktere
⬤ fesselnde Erforschung der Sprachentwicklung
⬤ gut ausgearbeitete Erzählung mit einer Mischung aus magischem Realismus
⬤ bietet nachdenkliche Reflexionen über Familie und Existenz.
⬤ Die starke Fokussierung auf sprachliche Aspekte mag nicht alle Leser ansprechen
⬤ einige fanden den Erzählstil zu komplex oder nicht nach ihrem Geschmack
⬤ die Verwendung von Metafiktion mag für einige das Engagement beeinträchtigen.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
Present Tense Machine
Ein geniales Taschenuniversum.“ --Caitlin Horrocks, The New York Times Book Review
Gunnhild Yehaug ist eine Magierin von höchstem Rang“ --Catherine Lacey
An einem ganz normalen Tag im norwegischen Bergen in den späten 1990er Jahren liest Anna im Garten, während ihre zweijährige Tochter Laura auf ihrem Dreirad spielt. Dann, in einem verblüffenden Moment, versteht Anna ein Wort falsch, ein alternatives Universum öffnet sich, und Laura verschwindet. Etwa zwanzig Jahre später ist das Leben weitergegangen, als wäre nichts geschehen. In den Leben der beiden Frauen stimmt jedoch etwas nicht.
Sowohl Anna als auch Laura existieren weiter, aber sie sind für die jeweils andere unsichtbar und in der Welt der anderen vergessen. Beide sind Schriftstellerinnen und Amateurpianistinnen. Beide sind verheiratet; Anna hat nach Lauras Verschwinden zwei weitere Kinder bekommen, und Laura erwartet ein eigenes Kind. Sie sorgen sich um ihre Familien, ihre Jobs, das Klima - und darum, ob diese Realität alles ist, was es gibt.
Mit der exquisiten, wehmütigen und hintergründig tiefgründigen Gegenwartsmaschine liefert Gunnhild Yehaug eine weitere schillernde Erneuerung dessen, was Belletristik leisten kann, ein Zeugnis der Tatsache, dass Sprache die Welt formt.