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Prolegomena to Any Future Materialism: A Weak Nature Alone
Adrian Johnstons Trilogie Prolegomena to Any Future Materialism zielt darauf ab, eine durch und durch materialistische und dennoch antireduktive Theorie der Subjektivität zu entwerfen. In diesem zweiten Band, A Weak Nature Alone, konzentriert sich Johnston auf die für eine solche Theorie erforderliche Naturphilosophie.
Dieser Band wird von einer grundlegenden Frage geleitet: Wie muss die Natur neu gedacht werden, damit der menschliche Geist und die Freiheit in ihr nicht als unmöglich oder unerklärlich erscheinen? Anders formuliert: Wie muss die natürliche Welt selbst strukturiert werden, damit die intelligenten Subjekte in all ihren Besonderheiten aus dieser Welt hervorgehen und in ihr weiter existieren können? In A Weak Nature Alone entwickelt Johnston seine transzendental-materialistische Darstellung der Natur, indem er sich mit fünf Hauptinspirationsquellen auseinandersetzt und diese miteinander verwebt: Hegelsche Philosophie, marxistischer Materialismus, freudianisch-lakanische Metapsychologie, anglo-amerikanischer analytischer Neo-Hegelianismus sowie Evolutionstheorie und Neurobiologie.
Johnston argumentiert, dass diese scheinbar (aber nicht wirklich) seltsamen Bettgenossen zusammengebracht werden sollten, um eine zeitgenössische Ontologie der Natur zu konstruieren. Durch diese Ontologie können nicht-natürliche menschliche Subjekte als immanent und von unten nach oben aus der Natur selbst entstehend betrachtet werden.