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Que Peindre?/What To Paint?: Adami, Arakawa, Buren
Sieben Schriften, die im Kontext der von Jean-Fran ois Lyotard in den 1980er Jahren entwickelten Kunstphilosophie entstanden sind, zur Zeit des Differendums (1983) und der kantischen Wende, die zu den Lektionen über die Analytik des Erhabenen (1992) führte, werden hier zum ersten Mal in englischer Übersetzung veröffentlicht.
Im Mittelpunkt der Texte stehen drei Künstler mit sehr unterschiedlichen ästhetischen Orientierungen: der Kolorist und Zeichner Valerio Adami, der konzeptuelle Metaphysiker Shusaku Arakawa und Daniel Buren, der Pragmatiker des Unsichtbaren. Diese drei Protagonisten teilen die Auffassung, dass das Interesse an der Kunst nicht in der einfachen Bezeichnung eines Bezugsrahmens liegt, sondern in den Konnotationen der materiellen Nuancen, in den Geschmäckern, in den Tönen - mit einem Wort, dem Visuellen, das sich kaum in der Anamnese offenbart, die das Sichtbare leitet und die wesentliche Unruhe der ästhetischen Erfahrung hervorruft.
Was soll man malen? Nicht die Realität oder eine Welt, auch nicht eine reiche Subjektivität, nicht einmal die Phantasmen der Träume oder die Ideale des Zusammenseins, sondern der Akt des Malens selbst und, jenseits der Leistung des Malers, die Präsenz der Dinge, eine Präsenz, die in Arakawas Worten ganz offensichtlich leer, schwer fassbar ist.