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Racism and Ethnic Relations in the Portuguese-Speaking World
Wie hat sich der Rassismus in verschiedenen Teilen der portugiesischsprachigen Welt entwickelt? Wie sind die Auswirkungen kolonialer Gesellschaften, die auf der Sklaverei oder dem Sklavenhandel beruhen, auf die ethnische Wahrnehmung zu bewerten? Wie sah die Realität der interethnischen Vermischung in verschiedenen Kontinenten aus? Wie wurde in Brasilien und Portugal mit dem Vorurteil der weißen Vorherrschaft umgegangen? Und wie sind die Auswirkungen der jüngsten Auswanderungs- und Einwanderungstendenzen zu bewerten? Dies sind einige der wichtigsten Fragen, die dieses Buch strukturiert haben. Es kontextualisiert und hinterfragt die Visionen von Gilberto Freyre und Charles Boxer, die sich von den 1930er bis zu den 1960er Jahren herauskristallisierten, aber immer noch die öffentliche Geschichte dieses Themas bestimmen.
Es untersucht wichtige Themen wie die jüngsten positiven Maßnahmen in Brasilien oder die afro-brasilianische Literatur, das Schwarzsein in Brasilien im Vergleich zu Kolumbien unter dem Aspekt der Identität, die jüngsten rassistischen Tendenzen in Portugal in vergleichender Perspektive, den Status der Ureinwohner im kolonialen portugiesischen Afrika. Die Diskriminierung jüdischer Zwangskonvertiten zum Christentum und ihrer Nachkommen in verschiedenen historischen Kontexten, der Status gemischtrassiger Menschen in Brasilien und Angola im Vergleich zur longue duree, die Einmischung der Europäer in das Heiratssystem der Eingeborenen in Osttimor, die historische Sprachpolitik in Brasilien oder visuelle Stereotypen und der proto-ethnografische Blick in der frühen Wahrnehmung ostafrikanischer Völker. Das Buch deckt die gesamte Bandbreite interethnischer Erfahrungen in der portugiesischsprachigen Welt vom 16.
Jahrhundert bis heute ab und integriert Beiträge aus Geschichte, Soziologie, Sozialpsychologie, Anthropologie, Literatur- und Kulturwissenschaft. Es bietet eine radikale Aktualisierung sowohl der empirischen Daten als auch der Methoden und soll einen Beitrag zu aktuellen Debatten über Rassismus und ethnische Beziehungen in globaler Perspektive leisten.