
Spaces of Vernacular Creativity: Rethinking the Cultural Economy
Kreativität ist Teil der Sprache von Erneuerungsexperten, Stadtplanern und politischen Entscheidungsträgern geworden, die versuchen, das wirtschaftliche und kulturelle Leben der Städte im 21. Jahrhundert wiederzubeleben. Konzepte wie die kreative Klasse, die Kreativwirtschaft und böhmische Kulturcluster haben das Denken darüber, wie Kreativität zur Stadterneuerung beitragen kann, dominiert. Spaces of Vernacular Creativity bietet eine kritische Perspektive auf den instrumentellen Einsatz von Kunst und kreativen Praktiken zum Zwecke der Stadterneuerung oder des bürgerlichen Aufschwungs.
Mehrere wichtige Beiträge werden in einem Band zusammengefasst, um die Geografie von lokal eingebetteten Formen von Kunst und kreativer Praxis zu untersuchen. Sowohl in akademischen als auch in politischen Kreisen ist das Interesse am Begriff der Kreativität und ihrer Rolle in der wirtschaftlichen Entwicklung und Stadterneuerung explosionsartig gestiegen. Dieses Buch plädiert für ein Überdenken dessen, was Kreativität ausmacht, und stellt nicht-ökonomische Werte und Praktiken sowie die oft marginalen und alltäglichen Räume, in denen Kreativität Gestalt annimmt, in den Vordergrund. Das Buch stützt sich auf eine Reihe von geografischen Kontexten, darunter die USA, Europa, Kanada und Australien, und untersucht ein breites Spektrum kreativer Praktiken, die von Kunst, Musik und Design bis hin zu gemeinschaftlicher Gartenarbeit und antikapitalistischem Widerstand reichen. Das Buch untersucht Formen der Kreativität aus der Arbeiterklasse, aus ethnischen Gruppen und aus der Nicht-Elite sowie eine Vielzahl von kreativen Räumen, darunter ländliche Gebiete, Vororte und verlassene Stadtteile. Die Autoren plädieren für eine breitere und umfassendere Auffassung dessen, was kreative Praxis ausmacht, und plädieren für einen Ansatz, der Ökonomien der Großzügigkeit, Geselligkeit und Aktivismus in den Vordergrund stellt. Das Buch untersucht auch die Komplexität und die Nuancen, die das Lokale und das Globale miteinander verbinden, und schließlich bietet das Buch einen Raum für die Wertschätzung alternativen, marginalen und verdrängten Know-hows.
Spaces of Vernacular Creativity liefert einen wichtigen Beitrag zu den Debatten über die kreative Klasse und die Rolle des Wertes von kreativem Wissen und Fähigkeiten. Das Buch soll einen Beitrag zu den aktuellen akademischen Debatten über die Entwicklung der postindustriellen Wirtschaft und der kognitiven Kulturwirtschaft leisten. Es richtet sich an ein breites Spektrum von Disziplinen, darunter Geographie, angewandte Kunst, Planung, Kulturwissenschaften, Soziologie und Urbanistik, sowie an spezialisierte Programme zu Kreativität und Kulturwirtschaft auf Undergraduate- und Postgraduate-Ebene.