
Religion and Tourism in Japan: Intersections, Images, Policies and Problems
In dieser Studie präsentiert Ian Reader neue Einblicke in die Beziehung zwischen Religionund Tourismus im Allgemeinen sowie in die gegenwärtige religiöse Situation in Japan. Er widerspricht der Wissenschaft, die behauptet, der Tourismus erhöhe die religiösen Aktivitäten, zeigt, dass der Tourismus ein Faktor für die zunehmende Säkularisierung in Japan ist, und lenkt die Aufmerksamkeit auf die Rolle des Staates in diesem Zusammenhang.
Obwohl die japanische Verfassung dem Staat verbietet, Religion zu fördern, zeigt dieses Buch, wie staatliche Stellen die Menschen dennoch dazu ermutigen, religiöse Stätten zu besuchen, indem sie sie als Manifestationen eines gemeinsamen Erbes präsentieren, und zwar auf eine Weise, die sie von der "Religion" distanziert. Reader untersucht das theoretische Verständnis von Religion und Tourismus und präsentiert Fallstudien zu berühmten Pilgerrouten und Tempeln. Er zeigt, wie Zen-Klöster heute "touristische Marken" sind und Pilgerreisen im Mittelpunkt von Fernsehunterhaltungssendungen stehen, die als Gelegenheit zum Süßigkeitenessen dargestellt werden.
Reader untersucht die nationalistische Rhetorik der Nostalgie und des einzigartigen Erbes, die die Werbung für religiöse Stätten untermauert, und geht der Frage nach, warum die Priester in solchen Angelegenheiten einwilligen.