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Renaissance Romance: The Transformation of English Prose Fiction, 1570 1620
Während der gesamten Renaissance wurde die Romantik wegen ihrer vermeintlichen Unmoral kritisiert, und selbst Liebhaber waren oft gezwungen, die Unzulänglichkeiten ihrer veralteten Erzählkonventionen einzugestehen. Doch trotz dieser allgemeinen Verurteilung ist das auffällige Wachstum der englischen Belletristik im späten sechzehnten und frühen siebzehnten Jahrhundert von Schriftstellern geprägt, die an dieser viel geschmähten Erzählform festhielten.
In Renaissance Romance untersucht Nandini Das, warum die Ängste und Erwartungen, die mit der alten Gattung der Romantik verbunden waren, zu diesem besonderen historischen Zeitpunkt bei den nachfolgenden Generationen auf Resonanz stießen. Anhand einer Reihe von Texten, in denen die Romantik vom Hof, vom Volksdruck und von Frauen übernommen wurde, zeigt Das, wie der Prozess der Neuausrichtung und Transformation, durch den die neue Prosaliteratur Gestalt annahm, von einem Generationenbewusstsein angetrieben wurde, das der Romantik stets innewohnte.
In der Belletristik von Autoren wie Sir Philip Sidney, Robert Greene und Lady Mary Wroth wurde die transformative Interaktion der Romantik mit anderen aufkommenden Formen, von der höfischen Maske bis zur Kartographie, durch spezifische Konfigurationen sozialer Gruppen bestimmt, die entlang der Linien der Generationsdifferenz gezogen wurden. Das Ergebnis dieser Interaktion veränderte die Möglichkeiten der Belletristik in dieser Zeit radikal.