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Rhetoric in Tooth and Claw: Animals, Language, Sensation
Wir neigen dazu, die Rhetorik als eine rein menschliche Kunst zu betrachten. Schließlich können nur Menschen Sprache kunstvoll einsetzen, um einen Standpunkt zu vertreten - die eigentliche Definition von Rhetorik.
Doch wenn man sich antike und frühneuzeitliche Abhandlungen über Rhetorik ansieht, stellt man Erstaunliches fest: In ihnen wimmelt es von Tieren. In Rhetoric in Tooth and Claw (Rhetorik in Zähnen und Klauen) erforscht Debra Hawhee diesen unerwarteten Aspekt des frühen Denkens über Rhetorik und untersucht anschließend die anhaltende Präsenz nichtmenschlicher Tiere in der rhetorischen Theorie und Bildung. Damit bietet sie nicht nur eine Gegengeschichte der Rhetorik, sondern bringt auch die Rhetorikforschung in einen Dialog mit der Tierforschung, einem der lebendigsten Bereiche der heutigen Geisteswissenschaften. Indem Hawhee den Menschen und die menschliche Vernunft aus dem Zentrum unseres Studiums der Argumentation entfernt, schafft sie Raum für die Untersuchung und Betonung anderer entscheidender Komponenten der Kommunikation, wie Energie, Körper und Empfindung.
Anhand von Denkern von Aristoteles bis Erasmus erzählt Rhetorik in Zähnen und Klauen eine neue Geschichte der Disziplin und ihrer Entwicklung, eine Geschichte, die von der Energie, Kraft, Lebendigkeit und Vielfalt unserer Beziehungen zu unseren "Gefühlspartnern", anderen Tieren, belebt wird.