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Imbibing for Introverts: A Guide to Social Drinking for the Anti-Social
Mit mindestens 60 Rezepten ist dieses breit gefächerte Getränkebuch ideal für alle, die ihre Bar-Bibliothek aufbauen wollen - mit humorvollen Anekdoten und durchdachten Illustrationen wird es auch diejenigen ansprechen, die unbeschwerte Memoiren und Reiselektüre schätzen.
Lange bevor der Begriff "soziale Distanzierung" in den Sprachgebrauch einging, blühten Introvertierte auf. Aber lassen Sie uns eines gleich vorweg klarstellen: Introvertiert zu sein bedeutet nicht, dass wir alle ein Haufen Einsiedler sind. Introvertierte gehen genauso gerne aus wie andere Menschen - solange es sich um eine überschaubare, menschenleere Situation mit bequemen Sitzgelegenheiten handelt! Je leerer die Bar, desto besser. Je weniger die Wahrscheinlichkeit besteht, dass man von anderen Menschen belästigt wird, desto besser.
Als professioneller Getränkeschreiber und Redakteur, der beruflich viel allein reist, hat der Autor einiges über das Trinken allein gelernt. Zum Beispiel ist Abgeschiedenheit der Schlüssel. Suchen Sie sich eine Bar, die zahlreiche Möglichkeiten bietet, sich zurückzuziehen. Meiden Sie die Gemeinschaftstische, setzen Sie sich so nah wie möglich an das Ende der Bar (am besten in einer Ecke in einem abgedunkelten Raum), und sparen Sie nicht an den Getränken: Bestellen Sie etwas, das so komplex ist, dass Sie in Ruhe darüber nachdenken können, was sich in Ihrem Glas befindet, wie es dorthin gekommen ist und wie Ihre Umgebung das Trinkerlebnis verstärkt. Tiki-Bars sind für diese Stimmung mit am besten geeignet, da alles, von den Zutaten über die Einrichtung bis hin zur Musik, darauf ausgelegt ist, alles ohne Ablenkung in sich aufzunehmen, aber auch die Tagesbar ist nicht zu verachten.
Imbibing for Introverts kombiniert die sozialen Überlebenstaktiken, die in Ratgebern wie The Introvert's Way gelehrt werden, mit der Wertschätzung für durchdachtes Trinken, die in Reiseberichten wie Around the World in 80 Cocktails zu finden ist. Von Frankie's Tiki Room in Las Vegas über die New Yorker Cocktailbar Dead Rabbit bis hin zu San Franciscos Spelunke Li Po - Imbibing for Introverts hilft Solotrinkern, in jedem Genre und Subgenre von Trinklokalen selbstbewusst einen Platz zu ergattern. Das Buch beginnt in der vertrautesten Umgebung des Lesers - seinem eigenen Zuhause - und führt ihn dann in die Stadt, in Bars im ganzen Land und schließlich nach Übersee. Es gibt mehr als ein Dutzend Kapitel, die nach Bar-Typen gegliedert sind, sowie eine Einleitung ("Introvert's Manifesto") und einen Epilog ("Quarantine Confessions"). Zu jedem Kapitel gibt es Getränkeempfehlungen und Cocktailrezepte, die sich auf die jeweilige Umgebung beziehen, so dass man, wenn man möchte, auch daran teilhaben kann, ohne das Haus verlassen zu müssen, was lästig und manchmal angstbesetzt ist.