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Weak Planet: Literature and Assisted Survival
Verwundbarkeit. Wir sehen sie überall.
In einst festen Institutionen. In ausgebrochenen Pandemien. In der Demokratie selbst.
Und am erschreckendsten: in Ökosystemen, die keine nachhaltige Zukunft haben.
Was kann uns die Literatur angesichts dieser weitreichenden Gefahren des Klimawandels lehren? Diese Frage stellt Wai Chee Dimock in Weak Planet und schlägt einen Weg vor, der von Werken inspiriert ist, die durch die Verwandtschaft mit Fremden und mit der nichtmenschlichen Welt überleben. Auf der Grundlage der Native American Studies, der Disability Studies und der Umweltwissenschaften zeigt Dimock, dass Hoffnung nicht in heroischen Aussagen, sondern in schrittweiser und unspektakulärer Teamarbeit zu finden ist.
In Umkehrung des üblichen Fokus auf hegemoniale Institutionen hebt sie stattdessen unvollständige Gesten hervor, die mit Hilfe anderer ein Nachleben erhalten. Sie befasst sich mit Louise Erdrichs und Sherman Alexies benutzerdefinierten Erzählungen aus der Gefangenschaft, mit nicht tragischen Fortsetzungen von Moby-Dick durch C. L.
R. James, Frank Stella und Amitav Ghosh, mit induzierten Formen von Irischsein bei Henry James, Colm T ib n, W. B.
Yeats und Gish Jen sowie mit den Experimenten, die ein verschwommener Islam in Werken von Henri Matisse, James Joyce, Ezra Pound und Langston Hughes ermöglicht. Weak Planet zelebriert die Beständigkeit der Literatur als ein unterstütztes Ergebnis und gibt uns neue Möglichkeiten, über unsere gemeinsame Zukunft nachzudenken.