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Self-Transformations: Foucault, Ethics, and Normalized Bodies
Heyes' Monographie zur feministischen Philosophie befasst sich mit der Verbindung zwischen der Idee der "Normalisierung" - die nach Foucault ein Modus oder eine Kraft der Kontrolle ist, die eine Bevölkerung homogenisiert - und dem geschlechtlichen Körper. Unter Berufung auf Foucault und Wittgenstein argumentiert sie, dass das vorherrschende Bild des Selbst - ein Bild, das einen "inneren" Kern des Selbst voraussetzt, der, ob korrekt oder nicht, durch den äußeren Körper ausgedrückt wird - die Verbindung zwischen zeitgenössischen Diskursen und Praktiken der Selbsttransformation und den Kräften der Normalisierung verschleiert.
Mit anderen Worten: Bilder des Selbst können uns gefangen halten, wenn sie vom äußeren Selbst - dem Körper - und nicht vom inneren Selbst gelesen werden, und wir können unser inneres Selbst ausdrücken, indem wir an unserem äußeren Körper arbeiten, um ihn anzupassen. In einer Mischung aus Theorie und Praxis erläutert sie diese Idee anhand von Fallstudien über Transgender-Personen, Diäten zur Gewichtsreduzierung und kosmetische Operationen. In ihren abschließenden Kapiteln geht sie auf die schwierige Frage ein, wie nicht-normalisierende Praktiken des Selbst von normalisierenden Praktiken unterschieden werden können, und macht Vorschläge, wie Feministinnen Subjekte als verkörpert und in Machtbeziehungen verstrickt, aber auch als fähig zur Selbsttransformation begreifen könnten.
Das Thema Normalisierung und seine Beziehung zu Sex/Gender ist ein wichtiges Thema in der feministischen Theorie; Heyes' Buch ist einzigartig in seiner meisterhaften Verwendung von Foucault, seiner Klarheit und seiner raffinierten Mischung aus Theoretischem und Anekdotischem. Es wird feministische Philosophinnen und Theoretikerinnen ansprechen.