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Show Time: The Logic and Power of Violent Display
In Show Time fragt Lee Ann Fujii, warum einige politische Gewalttäter - von Lynchmobs bis hin zu Völkermördern - ihre Gewalttaten so öffentlich und extravagant zur Schau stellen. Anhand dreier entsetzlicher und extremer Ereignisse - der Ermordung einer prominenten Tutsi-Familie während des Völkermords in Ruanda, der Hinrichtung muslimischer Männer in einem serbisch kontrollierten Dorf in Bosnien während der Balkankriege und dem Lynchmord an einem zweiundzwanzigjährigen schwarzen Landarbeiter an der Ostküste von Maryland im Jahr 1933 - zeigt Fujii, wie "Gewaltdarstellungen" nicht nur inszeniert werden, um diejenigen zu töten, die als Feinde oder Bedrohung wahrgenommen werden, sondern auch, um Beobachter, Nachbarn und die Gesellschaft im Allgemeinen zu beeinflussen und zu beeinflussen.
Das Zuschauen und die Teilnahme an diesen Gewaltspielen verändert die Beteiligten tiefgreifend und stärkt politische Identitäten, soziale Hierarchien und Machtstrukturen. Solche öffentlichen Gewaltspektakel zwingen die Mitglieder der Gemeinschaft auch dazu, sich für eine Seite zu entscheiden - offen die Ziele der Gewalt zu unterstützen oder zu riskieren, selbst Opfer zu werden.
Show Time verfolgt die Art und Weise, wie sich öffentliche Gewaltdarstellungen entfalten, und zeigt, wie die Täter die Fluidität sozialer Bindungen für ihre eigenen Zwecke ausnutzen.