Bewertung:

Das Buch bietet eine detaillierte und fesselnde Erforschung des Konflikts zwischen klassischem Wissen und biblischen Lehren, insbesondere im Kontext der modernen Geistesgeschichte. Es ist gut recherchiert und wird für seine gute Lesbarkeit gelobt.
Vorteile:⬤ Äußerst lesenswerte und faszinierende Darstellung
⬤ saubere, lebendige Prosa
⬤ gut recherchiert
⬤ gilt als ein definitives Muss für alle, die sich für die modernen intellektuellen Wurzeln interessieren
⬤ zeichnet sich durch klare akademische Sprache aus.
Keine in den bereitgestellten Rezensionen vermerkt.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Socrates and the Jews: Hellenism and Hebraism from Moses Mendelssohn to Sigmund Freud
"Was hat Athen mit Jerusalem zu tun? "Diese vom frühchristlichen Tertullian gestellte Frage wurde im neunzehnten Jahrhundert heftig debattiert. Während die Klassiker das intellektuelle Leben Europas beherrschten, herrschte noch immer das Christentum vor und es kam zu Konflikten zwischen dem Religiösen und dem Weltlichen.
Sokrates und die Juden geht der Frage nach, wie sich die Herrlichkeit der klassischen Welt mit der Bibel vereinbaren lässt, und erklärt, wie das Judentum eine entscheidende Rolle bei der Definition des modernen Philhellenismus spielte. Miriam Leonard erforscht die Spannung zwischen Hebraismus und Hellenismus und untersucht auf anmutige Weise die philosophische Tradition, die hinter der Entwicklung der klassischen Philologie steht, und betrachtet, wie dieser Konflikt zu einem Thema für die führenden Denker der Moderne wurde, darunter Matthew Arnold, Moses Mendelssohn, Kant, Marx, Nietzsche und Freud.
Für jeden von ihnen zeigt sie, wie der Kontrast zwischen klassischen und biblischen Traditionen in den Schriften über Rationalismus, politische Subjektivität und Fortschritt eine zentrale Rolle spielt. Dieses Buch veranschaulicht, wie die Begegnung zwischen Athen und Jerusalem zu einem Blitzableiter für intellektuelle Anliegen wurde, und ist eine anspruchsvolle Ergänzung zur Ideengeschichte.