Bewertung:

Das Buch erzählt die Geschichte einer Klinik in Pholela, Südafrika, die 1940 von jungen idealistischen Ärzten gegründet wurde, und ihre Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit. Es beleuchtet die Erfolge und Misserfolge der westlichen Medizin in Verbindung mit traditionellen Praktiken und zeigt die Herausforderungen auf, denen sich Patienten und Gesundheitsdienstleister stellen müssen. Neely unterstreicht die Bedeutung der Primärversorgung und geht auf die Rolle wirtschaftlicher Ungleichheit für die Gesundheitsergebnisse ein.
Vorteile:Das Buch liefert eine gut erzählte, wichtige Geschichte über die öffentliche Gesundheit und veranschaulicht das erfolgreiche kommunale Gesundheitsmodell in Pholela. Es unterstreicht die Bedeutung der Integration von westlicher Medizin und traditionellen Praktiken und zeigt detaillierte Interviews mit Patienten, die deren Geschichten zum Leben erwecken. Die Lehren, die aus Pholela gezogen werden, sind für die heutigen Diskussionen über die öffentliche Gesundheit relevant und machen das Buch zu einer differenzierten Lektüre.
Nachteile:Obwohl die Ärzte einen bedeutenden Beitrag leisteten, wird in dem Buch auch ihr Versagen bei der Integration westlicher und traditioneller Gesundheitspraktiken erörtert. Manche mögen die Konzentration auf den historischen Kontext und die detaillierten Patientengeschichten überwältigend oder weniger ansprechend finden als eine rein medizinische Diskussion. Außerdem mag das Plädoyer für mehr Initiativen zur Primärversorgung nicht die Erwartungen der Leser erfüllen, die einen traditionellen medizinischen Bericht erwarten.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
Reimagining Social Medicine from the South
In Reimagining Social Medicine from the South untersucht Abigail H.
Neely die Möglichkeiten und Grenzen der Sozialmedizin an einem ihrer wichtigsten Ursprungsorte: dem Pholela Community Health Centre (PCHC) in Südafrika. Die Konzentration des PCHC auf medizinische und soziale Faktoren der Gesundheit führte zu bemerkenswerten Erfolgen.
Doch die systembedingte Rassenungleichheit in Südafrika behinderte die Arbeit der Gesundheitszentren, und Hexereikrankheiten stellten eine Herausforderung für ein Programm dar, das seine Wurzeln in den Wissenschaften hatte. Um die Erfolge und Misserfolge von Pholela zu verstehen, hinterfragt Neely das „Soziale“ in der Sozialmedizin. Sie macht deutlich, dass die Sozialwissenschaften, die das PCHC einsetzte, die Rolle, die die Bewohner von Pholela und ihr Umfeld für die Entwicklung und den Erfolg des Programms spielten, nicht berücksichtigten.
Gleichzeitig hinderte die Abhängigkeit des PCHC von der Biomedizin es daran, die Auswirkungen von Hexereikrankheiten und der sozialen Beziehungen, aus denen sie entstanden, auf die Gesundheit anzuerkennen. Indem er die Geschichte der Sozialmedizin von Pholela aus neu schreibt, fordert Neely die Fachleute für globale Gesundheit auf, die vielfältigen Welten und Akteure zu erkennen, die Gesundheit und Heilung in Afrika und darüber hinaus prägen.