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Structuring Sense: Volume I: In Name Only
Structuring Sense untersucht den Unterschied zwischen Wörtern, wie auch immer definiert, und Strukturen, wie auch immer konstruiert. In drei Bänden, von denen dieser der erste ist, soll gezeigt werden, dass die Erklärung sprachlicher Kompetenz von der lexikalischen Eingabe auf die syntaktische Struktur, von der Erinnerung an Wörter auf die Handhabung von Regeln verlagert werden sollte. Die Neuformulierung der Interaktion zwischen Grammatik und Lexikon hat tiefgreifende Auswirkungen auf linguistische, philosophische und psychologische Theorien über den menschlichen Geist und die Sprache.
Hagit Borer weicht sowohl von konstruktiven Ansätzen zur Syntax als auch von der langen generativen Tradition ab, die das Wort als Kern verwendet, um den die Syntax wächst. Sie vertritt die Auffassung, dass die hierarchischen, abstrakten Strukturen der Sprache universell und nicht sprachspezifisch sind und dass die Sprachvariation aus den morphologischen und phonologischen Eigenschaften des Flexionsmaterials hervorgeht.
In Name Only wendet diesen radikalen Ansatz auf die Nominalstruktur an. Unter Einbeziehung von Forschungen zur Syntax, Semantik und Morphologie argumentiert die Autorin, dass die Nominalstruktur auf der syntaktischen Realisierung semantischer Begriffe wie Klassifikator, Quantität und Referenz beruht. Dabei versucht sie, lexikalische Mehrdeutigkeit und Typverschiebung zu beseitigen. Zu den von ihr behandelten Themen gehören die Interpretation von Eigennamen, die Masse-Zahl-Unterscheidung, die schwach-starke Interpretation von Quantoren, Partitiv- und Messphrasen sowie die strukturelle Darstellung des bestimmten Artikels. Dabei untersucht sie die Variation zwischen den Sprachen anhand der Eigenschaften des morpho-phonologischen Systems. Zu den behandelten Sprachen gehören Englisch, Chinesisch, Italienisch und Hebräisch.