
Structuring Sense: Volume II: The Normal Course of Events
Structuring Sense untersucht den Unterschied zwischen Wörtern, wie auch immer definiert, und Strukturen, wie auch immer konstruiert. In drei Bänden, von denen dieser der erste ist, soll gezeigt werden, dass die Erklärung sprachlicher Kompetenz von der lexikalischen Eingabe auf die syntaktische Struktur, von der Erinnerung an Wörter auf die Handhabung von Regeln verlagert werden sollte. Die Neuformulierung der Interaktion zwischen Grammatik und Lexikon hat tiefgreifende Auswirkungen auf linguistische, philosophische und psychologische Theorien über den menschlichen Geist und die Sprache.
Hagit Borer weicht sowohl von konstruktiven Ansätzen zur Syntax als auch von der langen generativen Tradition ab, die das Wort als Kern verwendet, um den die Syntax wächst. Sie vertritt die Auffassung, dass die hierarchischen, abstrakten Strukturen der Sprache universell und nicht sprachspezifisch sind und dass die Sprachvariation aus den morphologischen und phonologischen Eigenschaften des Flexionsmaterials hervorgeht.
The Normal Course of Events wendet diesen radikalen Ansatz auf die Ereignisstruktur an. Unter Einbeziehung von Forschungsergebnissen aus Syntax, Semantik und Morphologie zeigt die Autorin, dass die Argumentstruktur auf der syntaktischen Realisierung von semantischen Ereigniseinheiten beruht. Zu den von ihr behandelten Themen gehören die Struktur interner Argumente und telischer und atelischer Interpretationen, Akkusativ und Partitiv, perfektivische und imperfektive Markierung, die Unterscheidung zwischen Unakkusativ und Unergativ, existentielle Interpretation und postverbale Subjekte sowie resultative Konstruktionen. Zu den behandelten Sprachen gehören Englisch, Katalanisch, Finnisch, Hebräisch, Tschechisch, Polnisch, Russisch und Spanisch.