
South Asian Digital Humanities: Postcolonial Mediations Across Technology's Cultural Canon
Die digitale kulturelle Aufzeichnung spielt eine wichtige Rolle bei neuen und zukünftigen Strategien zur Schaffung neuer Heimstätten im digitalen Milieu. Die Entwicklung und Einrichtung neuer digitaler Archive im Bereich der Südasienstudien ermöglicht es uns beispielsweise nicht nur, neue Archive der Vergangenheit zu schaffen, sondern auch, uns anders an die Vergangenheit zu erinnern und ihr zu gedenken. Neue Karten verändern die Art und Weise, wie wir Raum und Ort verstehen. Und neue digitale Komfortzonen erleichtern die Verbindungen für diejenigen, deren Familie und Angehörige nur online zugänglich sind. Solche Interventionen sind für die Wiederherstellung der Integrität und der Seele eines Volkes, das das belastende und schmerzhafte Erbe des britischen Empire und das durch seinen Untergang verursachte Blutvergießen in der Gemeinschaft erlebt hat und noch immer trägt, unerlässlich.
Aufbauend auf der bedeutenden Geschichte der digitalen Geisteswissenschaften in Südasien und seiner Diaspora, die diesem Werk vorausgeht, vertritt dieses Buch die Ansicht, dass die Südasienstudien darüber hinaus in der Lage sind, eine neue Genealogie der digitalen Geisteswissenschaften anzubieten. Dies wird durch diese Zusammenstellung von Aufsätzen demonstriert, die zeigen, wie das Digitale weiterhin Vorstellungen von Heimat, Zugehörigkeit, Nation, Identität, Erinnerung und Diaspora durch eine Vielzahl von humanistischen Methoden und digitalen Techniken formt.
South Asian Digital Humanities zeigt somit, dass die postkolonialen digitalen Geisteswissenschaften die Möglichkeit haben, einige der wichtigsten Forschungen zur sozialen Gerechtigkeit in den Südasienwissenschaften des letzten Jahrhunderts zu schaffen. Das Buch bietet diese Aufsätze als innovative Interventionen an, die das digitale Kulturarchiv verkomplizieren und gleichzeitig eine "Heimat" für Südasiaten in diesem Archiv schaffen. Damit positionieren sich die digitalen Geisteswissenschaften als eine Methode, mit der die Südasienwissenschaften strategisch an dem anhaltenden Kampf um Repräsentation in der digitalen Wissensproduktion teilnehmen können.
Dieses Buch wurde ursprünglich als Sonderausgabe der South Asian Review veröffentlicht.