Bewertung:

Das Buch ist ein starkes Argument für Wiedergutmachung als Mittel der Sühne, Vergebung und rassischen Versöhnung und schlägt ein neues Modell zur Aufarbeitung historischer Ungerechtigkeiten vor. Einige Leserinnen und Leser finden die Argumente zur Rechtfertigung von Reparationen jedoch schwach und nicht überzeugend.
Vorteile:⬤ Bietet ein überzeugendes und vernünftiges Modell für Wiedergutmachung.
⬤ Plädiert für Wahrheit, Selbstverwirklichung und Versöhnung anstelle von rein finanziellen Abhilfemaßnahmen.
⬤ Sehr empfehlenswert für ernsthafte Wissenschaftler und Geschichtsinteressierte.
⬤ Positive Kauferfahrung für Leser, einschließlich guter Preisgestaltung und Zustand.
⬤ Einige argumentieren, dass die Argumente für Reparationen schwach sind und es ihnen an Tiefe fehlt.
⬤ Kritiker behaupten, die Argumentation stütze sich zu sehr auf Vergleiche mit anderen Ländern wie Deutschland, ohne auf die Auswirkungen auf nicht-schwarze Personen einzugehen.
⬤ Das Buch mag diejenigen nicht überzeugen, die der Notwendigkeit von Reparationen skeptisch gegenüberstehen.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
Atonement and Forgiveness: A New Model for Black Reparations
Roy L. Brooks stellt in dieser weitreichenden Neubewertung der wachsenden Debatte über die Wiedergutmachung für Schwarze eines der wichtigsten, umstrittensten und am meisten missverstandenen Themen unserer Zeit neu dar. Atonement and Forgiveness verlagert den Schwerpunkt des Themas von der rückwärtsgewandten Frage der Entschädigung von Opfern auf eine zukunftsorientierte rassische Versöhnung. Dieses Buch bietet eine umfassende Erörterung der Geschichte der Wiedergutmachungsbewegung für Schwarze und legt einen kraftvollen neuen Plan zur Wiederherstellung der beschädigten Beziehung zwischen der Bundesregierung und schwarzen Amerikanern nach 240 Jahren Sklaverei und weiteren 100 Jahren staatlich sanktionierter Rassentrennung vor.
Der Schlüssel zu Brooks' Vision ist das klare Signal der Regierung, dass sie das Ausmaß der Gräueltat, die sie an einem unschuldigen Volk begangen hat, versteht, dass sie die volle Verantwortung übernimmt und öffentlich um Vergebung bittet - mit anderen Worten, dass sie sich entschuldigt. Die Regierung muss diese Entschuldigung glaubhaft machen, erklärt Brooks, und zwar durch einen konkreten Akt, der die Rhetorik der Entschuldigung in eine bedeutungsvolle, materielle Realität verwandelt, d. h. durch Wiedergutmachung. Entschuldigung und Wiedergutmachung bilden zusammen die Sühne. Die Wiedergutmachung wiederum erlegt den schwarzen Amerikanern eine gegenseitige staatsbürgerliche Verpflichtung zur Vergebung auf, die es den schwarzen Amerikanern ermöglicht, ihre rassistischen Ressentiments aufzugeben und dem Engagement der Regierung für die Rassengleichheit zu vertrauen.
Brooks' kühner Vorschlag ordnet das Argument der Wiedergutmachung in einen größeren, internationalen Rahmen ein - nämlich in eine Post-Holocaust-Vision der staatlichen Verantwortung für Völkermord, Sklaverei, Apartheid und ähnliche Ungerechtigkeiten. Atonement and Forgiveness ist ein leidenschaftliches und überzeugendes Plädoyer dafür, dass eine echte Versöhnung der Rassen in Amerika nur mit einem solchen Geist der erhöhten Moral, Identität, Gleichberechtigung und wiederherstellenden Gerechtigkeit möglich ist.