Bewertung:

Stephen Kinzers „Overthrow“ untersucht die Geschichte der US-amerikanischen Auslandsinterventionen und Regimewechsel von Hawaii im Jahr 1893 bis zum Irak im 21. Jahrhundert. Das Buch argumentiert, dass diese Interventionen, die oft mit Unternehmensinteressen und ideologischen Motiven begründet wurden, in der Regel negative Folgen sowohl für die betroffenen Länder als auch für die USA selbst hatten. Kinzer stellt diese Fälle als warnendes Beispiel für das Versagen und die moralischen Folgen des amerikanischen Imperialismus dar.
Vorteile:⬤ Gut geschriebener und fesselnder Erzählstil
⬤ informativ und gut recherchiert
⬤ bietet einen umfassenden Überblick über zahlreiche Fälle ausländischer Interventionen
⬤ beleuchtet die Folgen und die Heuchelei der US-Außenpolitik
⬤ schärft das Bewusstsein für die Auswirkungen des amerikanischen Handelns auf die globale Wahrnehmung und die Innenpolitik
⬤ wertvolle Quelle für das Verständnis historischer Muster.
⬤ Wahrgenommene politische Voreingenommenheit in Richtung einer linken Perspektive
⬤ einige Leser könnten die Berichterstattung über Ereignisse als oberflächlich und wenig tiefgründig empfinden
⬤ selektiv in den präsentierten Beispielen, wobei einige bedeutende Interventionen fehlen
⬤ könnte konservativen Lesern das Gefühl geben, dass die Argumente einseitig sind.
(basierend auf 340 Leserbewertungen)
Overthrow: America's Century of Regime Change from Hawaii to Iraq
Eine rasante Geschichte der Putsche, Revolutionen und Invasionen, durch die die Vereinigten Staaten vierzehn ausländische Regierungen gestürzt haben - nicht immer zu ihrem eigenen Vorteil.
Der „Regimewechsel“ begann nicht erst mit der Regierung von George W. Bush, sondern ist seit mehr als hundert Jahren fester Bestandteil der US-Außenpolitik. Beginnend mit dem Sturz der hawaiianischen Monarchie im Jahr 1893 über den Spanisch-Amerikanischen Krieg und den Kalten Krieg bis in unsere Zeit haben die Vereinigten Staaten nicht gezögert, Regierungen zu stürzen, die ihren politischen und wirtschaftlichen Zielen im Wege standen. Die Invasion des Irak im Jahr 2003 ist das jüngste, wenn auch vielleicht nicht das letzte Beispiel für die Gefahren, die mit diesen Operationen verbunden sind.
In Overthrow erzählt Stephen Kinzer die Geschichten der kühnen Politiker, Spione, Militärkommandeure und Geschäftsleute, die es auf sich nahmen, Monarchen, Präsidenten und Premierminister zu stürzen. Er zeigt auch, dass die US-Regierung diese Operationen oft verfolgt hat, ohne die betroffenen Länder zu verstehen; infolgedessen hatten viele von ihnen katastrophale Langzeitfolgen.
In einer fesselnden und provokanten Geschichte, die den Leser in vierzehn Länder führt, darunter Kuba, Iran, Südvietnam, Chile und Irak, betrachtet Kinzer die moderne amerikanische Geschichte aus einer neuen und oft überraschenden Perspektive.
„Detailliert, leidenschaftlich und überzeugend ... mit dem Tempo und der Spannung eines guten Thrillers.“ -- Anatol Lieven, The New York Times Book Review.