Unmögliche Bürger: Dubais indische Diaspora

Bewertung:   (4,6 von 5)

Unmögliche Bürger: Dubais indische Diaspora (Neha Vora)

Leserbewertungen

Zusammenfassung:

Die Rezensionen des Buches von Neha Vora sind gemischt: Sie heben die anregende und innovative Herangehensweise an die Themen Einwanderung, Staatsbürgerschaft und Identität hervor, üben aber auch heftige Kritik an den Argumenten und Perspektiven des Buches.

Vorteile:

Das Buch stellt konventionelle Weisheiten in Frage und regt zu neuen Denkansätzen über Einwanderung und Identität an. Es ist besonders für Studenten der Geisteswissenschaften von Nutzen und bietet tiefe Einblicke in die Geschichtsschreibung, Soziologie und den wirtschaftlichen Determinismus. Außerdem enthält es eine bemerkenswerte Diskussion über die Auswirkungen von Kultur und Migration, die durch eine wertvolle Videodiskussion mit Professor Attiya Ahmed ergänzt wird.

Nachteile:

Einige Leser empfanden das Buch als absurd und ohne stichhaltige Argumente und kritisierten die Motive und Argumentation des Autors. Es wird auch eine kritischere Analyse der Kasten- und Klassenprivilegien unter indischen Migranten in Dubai gefordert, da das Buch diese wichtigen sozialen Fragen nicht vollständig behandelt.

(basierend auf 3 Leserbewertungen)

Originaltitel:

Impossible Citizens: Dubai's Indian Diaspora

Inhalt des Buches:

Indische Gemeinschaften gibt es im Golfemirat Dubai schon seit mehr als einem Jahrhundert. Seit den 1970er Jahren strömten Arbeiter aus Südasien in das Emirat und ermöglichten Dubais riesigen Bauboom.

Heute stellen sie die größte Bevölkerungsgruppe unter den Nicht-Staatsbürgern dar. Obwohl viele Migrantenfamilien zur Mittelschicht gehören und in zweiter, dritter oder sogar vierter Generation in Dubai leben, können Inder keine legalen Bürger der Vereinigten Arabischen Emirate werden. Stattdessen werden sie alle als temporäre Gastarbeiter eingestuft.

In Impossible Citizens (Unmögliche Bürger) untersucht Neha Vora auf der Grundlage ihrer ethnografischen Forschung in Dubais indisch geprägter Innenstadt, wie Inder in einem Zustand permanenter Zeitweiligkeit leben. Während ihr rechtlicher Status sie als ständige Außenseiter definiert, sind Inder integraler Bestandteil des emiratischen Nationalstaates und seiner Wirtschaft.

Gleichzeitig lehnen Inder - selbst diejenigen, die florierende Diaspora-Viertel im Emirat aufgebaut haben - jedes Interesse an einer formalen Zugehörigkeit zu Dubai ab und betrachten stattdessen Indien als ihre Heimat. Vora zeigt, wie diese vielfältigen und widersprüchlichen Logiken von Staatsbürgerschaft und Zugehörigkeit zu einem neuen Verständnis von zeitgenössischer Staatsbürgerschaft, Migration und nationaler Identität beitragen, das sich von liberal-demokratischen Modellen unterscheidet und hervorhebt, dass Inder und nicht Emiratis die eigentlichen - und doch unmöglichen - Bürger von Dubai sind.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9780822353935
Autor:
Verlag:
Einband:Taschenbuch
Erscheinungsjahr:2013
Seitenzahl:264

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