Bewertung:

Das Buch „Nurturing Our Humanity“ von Riane Eisler und Douglas P. Fry liefert ein überzeugendes Argument für die Notwendigkeit, von einer Dominanzkultur zu einem Partnerschaftsmodell überzugehen, und stützt sich dabei auf umfangreiche Untersuchungen und Daten. Sie betonen, wie wichtig es ist, die tief verwurzelten gesellschaftlichen Störungen zu verstehen, die durch Dominanz verursacht werden, und plädieren für die Schaffung gerechter, nachhaltiger Systeme, die auf Mitgefühl und Zusammenarbeit basieren. Obwohl das Buch gut recherchiert ist und aufschlussreiche Perspektiven bietet, sind einige Kritiker der Meinung, dass es von mehr neurowissenschaftlichen Details profitieren könnte, und äußern Bedenken über bestimmte historische Interpretationen.
Vorteile:⬤ Gut geschrieben und gründlich recherchiert
⬤ stellt vorherrschende Überzeugungen über Dominanz und Aggression in Frage
⬤ präsentiert Beweise aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen
⬤ bietet eine ermutigende Vision für die Schaffung friedlicher, egalitärer Gesellschaften
⬤ leicht zu lesen und zu verstehen
⬤ integriert persönliche und gesellschaftliche Erzählungen
⬤ weckt Hoffnung auf Veränderung und bietet praktische Fahrpläne für den gesellschaftlichen Wandel.
⬤ Es fehlen ausreichende neurowissenschaftliche Details für Leser, die mit dem Thema nicht vertraut sind
⬤ Kritik an historischen Interpretationen kann die Argumente der Autoren überschatten
⬤ einige Leser fanden es schwierig, das Buch innerhalb traditioneller akademischer Disziplinen einzuordnen
⬤ es wird als zu kritisch gegenüber der Evolutionspsychologie empfunden
⬤ einige sachliche Ungenauigkeiten wurden festgestellt.
(basierend auf 23 Leserbewertungen)
Nurturing Our Humanity: How Domination and Partnership Shape Our Brains, Lives, and Future
Nurturing Our Humanity bietet eine neue Perspektive auf unsere persönlichen und gesellschaftlichen Möglichkeiten in der heutigen Welt und zeigt, wie wir Gesellschaften aufbauen können, die unsere großen menschlichen Fähigkeiten zu Bewusstsein, Fürsorge und Kreativität unterstützen.
Es führt - weitgehend übersehene - Erkenntnisse aus den Natur- und Sozialwissenschaften zusammen und entlarvt die weit verbreitete Vorstellung, dass wir zu Egoismus, Krieg, Vergewaltigung und Gier verdonnert sind. Der bahnbrechende neue Ansatz zeigt Zusammenhänge zwischen beunruhigenden Trends wie der Leugnung des Klimawandels und dem Rückfall in die Alleinherrschaft auf.
Jenseits von rechts gegen links, religiös gegen säkular, östlich gegen westlich und anderen vertrauten Kategorien, die unsere prägenden Eltern-Kind- und Geschlechterbeziehungen nicht einbeziehen, wird untersucht, wo Gesellschaften auf der Skala von Partnerschaft und Herrschaft stehen. Am anderen Ende steht das friedlichere, egalitäre, geschlechtergerechte und nachhaltige Partnerschaftssystem. Nurturing Our Humanity untersucht, wie sich Verhaltensweisen, Werte und sozioökonomische Institutionen in diesen beiden Umgebungen unterschiedlich entwickeln, dokumentiert, wie sich dies auf nichts Geringeres als die Entwicklung unserer Gehirne auswirkt, untersucht Kulturen aus dieser neuen Perspektive (einschließlich Gesellschaften, die seit Jahrtausenden auf Partnerschaft ausgerichtet sind) und schlägt Maßnahmen vor, die die zeitgenössische Bewegung in diese lebenserhaltende und -fördernde Richtung unterstützen.
Es wird gezeigt, wie das Herrschaftssystem durch die heutigen, immer ängstlicheren, rasenderen und von Gier getriebenen Technologien der Zerstörung und Ausbeutung uns in eine evolutionäre Sackgasse führen kann. Eine gerechtere und nachhaltigere Lebensweise ist biologisch möglich und kulturell machbar: Wir können unseren Kurs ändern.