Bewertung:

Das Buch „Unsichtbare Nation: Homeless Families in America“ von Richard Schweid ist eine gut recherchierte, fesselnde Erzählung, die sich mit der komplexen Problematik der Obdachlosigkeit befasst und sich insbesondere auf obdachlose Familien und Kinder konzentriert. Er verbindet den historischen Kontext mit einer aktuellen Analyse und ist damit eine wichtige Lektüre für Gesetzgeber und besorgte Bürger gleichermaßen. Die Autorin präsentiert eine mitfühlende Sichtweise der Obdachlosigkeit und fordert die Leser auf, den schmalen Grat zwischen Wohnungsstabilität und Obdachlosigkeit zu erkennen, wobei sie die Risiken hervorhebt, denen sich die arbeitenden Armen gegenübersehen.
Vorteile:⬤ Gut recherchiert und fesselnd
⬤ schön und mitfühlend geschrieben
⬤ erforscht gründlich die Geschichte und die sich entwickelnden Reaktionen auf Obdachlosigkeit
⬤ präsentiert überzeugende Statistiken und persönliche Geschichten
⬤ leicht zu lesen und zugänglich
⬤ empfohlen für ein breites Publikum, einschließlich Gesetzgeber und allgemeine Leser.
⬤ Einige Leser merkten an, dass sie das Buch nicht zu Ende gelesen haben, obwohl sie es gekauft hatten
⬤ der intensive Fokus auf die traurige Realität der Obdachlosigkeit mag für einige schwer sein
⬤ der kritische Ton in Bezug auf die gesellschaftlichen Reaktionen auf Armut und Obdachlosigkeit mag nicht bei jedem Anklang finden.
(basierend auf 8 Leserbewertungen)
Invisible Nation: Homeless Families in America
„Am zweiten oder dritten Tag, an dem man obdachlos ist, im Auto mit all seinen Kleidern, Töpfen und Pfannen und allem, was dazugehört, und sich in einer öffentlichen Toilette waschen muss, fühlt man sich logischerweise schon schmutzig.
Du ziehst es vor, den Drive-Through (bei Fast-Food-Restaurants) zu benutzen, wo dich niemand sieht. Man beginnt, seine Familie zu verstecken“ - Invisible Nation.
Mehr als 2,5 Millionen Kinder sind jedes Jahr in den Vereinigten Staaten obdachlos. In jedem Bundesstaat leben Kinder zusammengepfercht bei Verwandten, in Autos, Motelzimmern oder Notunterkünften, wobei die einzige Konstante zu viele Menschen auf zu wenig Raum ist. Der erfahrene Journalist Richard Schweid nimmt uns in seiner lebendig geschriebenen Erzählung mit auf eine temperamentvolle Reise durch diese „unsichtbare Nation“ und lässt uns aus der ersten Reihe berichten.
Auf der Grundlage ausführlicher Reportagen aus fünf Großstädten wirft Invisible Nation einen Blick zurück auf den historischen Kontext der Obdachlosigkeit von Familien und zeigt auf, was getan werden muss, um diese weit verbreitete, wenn auch oft verborgene Armut zu bekämpfen. Invisible Nation ist eine fesselnde Pflichtlektüre für alle, die wissen wollen, was mit den Millionen von Familien geschieht, die am unteren Ende der Gesellschaft leben.