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From Cuenca to Queens: An Anthropological Story of Transnational Migration
Transnationale Migration ist ein kontroverses und viel diskutiertes Thema sowohl in den populären Medien als auch in den Sozialwissenschaften, aber im Kern geht es bei der Migration um einzelne Menschen, die die schwierige Entscheidung treffen, ihre Familien und Gemeinschaften in der Hoffnung auf größeren wirtschaftlichen Wohlstand zu verlassen. Vicente Quitasaca ist einer dieser Menschen.
Im Jahr 1995 verließ er seine Heimat in der ecuadorianischen Stadt Cuenca, um in New York City zu leben und zu arbeiten. Diese anthropologische Geschichte von Vicente Quitasacas Migration und ihren Auswirkungen auf sein Leben und das seiner Eltern und Geschwister fügt den Statistiken über Einwanderung und die Makroauswirkungen der transnationalen Migration auf die Weltwirtschaft eine entscheidende menschliche Dimension hinzu. Die Anthropologin Ann Miles kennt die Quitasacas seit 1989.
Ihre langjährige Bekanntschaft mit der Familie ermöglicht es ihr, sich eingehend mit den Faktoren zu befassen, die den ältesten Sohn schließlich dazu brachten, die schwierige und gefährliche Reise in die Vereinigten Staaten als Migrant ohne Papiere anzutreten. Miles konzentriert sich auf die einzelnen Familienmitglieder und untersucht deren unterschiedliche Wahrnehmung von sozialer Ungleichheit und Rassismus in Ecuador sowie ihre Reaktionen auf Vicentes Migration.
Indem die Familienmitglieder über Vicentes neues, schwer vorstellbares Leben in Amerika sprechen, zeigen sie, wie die grenzüberschreitende Migration für arme Menschen in wirtschaftlich schwierigen Ländern zu einem Symbol des Scheiterns, der Hoffnung, der Resignation und des Versprechens wird. Miles umrahmt diese faszinierende Familienbiografie mit einer Analyse der historischen und strukturellen Bedingungen, die die transnationale Migration begünstigen, so dass die Geschichte der Quitasacas zu einer anschaulichen Illustration dieses wachsenden globalen Phänomens aus erster Hand wird.