Bewertung:

Das Buch erörtert den Konflikt zwischen Orson Welles und William Randolph Hearst im Kontext des Kinos und konzentriert sich insbesondere auf die Auswirkungen von CITIZEN KANE und dessen Darstellung von Hearst und Marion Davies. Der Autor, John Evangelist Walsh, bietet eine fesselnde Erforschung der historischen und persönlichen Dynamik, die im Spiel ist.
Vorteile:Der Schreibstil ist klar und deutlich und macht die komplexe Geschichte zugänglich. Das Buch bietet interessante Einblicke in die Beziehungen und Machtkämpfe in Hollywood, insbesondere in Bezug auf den Ruf von Welles, Hearst und Marion Davies. Es befasst sich mit den allgemeineren Themen Verleumdung und Ansehen in der Filmindustrie.
Nachteile:Der Autor drängt seine eigene These vielleicht etwas zu sehr durch, was zu voreingenommenen Interpretationen führen könnte. Außerdem könnte die Konzentration auf diese spezifischen historischen Persönlichkeiten manche Leser einschränken, obwohl der Text klar ist.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Walking Shadows: Orson Welles, William Randolph Hearst, and Citizen Kane
Walking Shadows seziert auf dramatische Weise den wilden, öffentlichkeitswirksamen Streit zwischen dem Zeitungsmagnaten William Randolph Hearst und dem berühmten jungen Schauspieler, Regisseur und Filmemacher Orson Welles über Welles' bahnbrechenden Film Citizen Kane.
In den Jahren 1940 und 1941 wurde der Film zum Zentrum öffentlicher Kontroversen und Skandale, vor allem in Hollywood, wo Welles' eigene schonungslose Ehrlichkeit und sein unverhohlenes Selbstbewusstsein das Drama noch verstärkten. Citizen Kane schildert die rücksichtslose Karriere eines allmächtigen Magnaten, der (nicht zufällig) eine verblüffende Ähnlichkeit mit Hearst aufweist, der sofort versuchte, den Film zu verhindern.
John Evangelist Walsh beleuchtet hier den Konflikt zwischen diesen beiden übergroßen Persönlichkeiten und rückt zum ersten Mal Hearsts rachsüchtige Anti-Kane-Kampagne in den Vordergrund. Walsh bietet eine gründliche Dokumentation, ergänzende Anmerkungen und eine ausführliche Bibliographie.