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When the Earth Roars: Lessons from the History of Earthquakes in Japan
Japan, das zu den am stärksten erdbebengefährdeten Regionen der Welt gehört, hat eine lange Tradition in der Bewältigung von Erdbebenkatastrophen. Doch trotz der Fortschritte in der Erdbebensicherheitstechnik warf die Zerstörungskraft des Erdbebens der Stärke 9 und des Tsunamis, die das Land am 11.
März erschütterten, tiefgreifende Fragen darüber auf, wie die Gesellschaft wirksam mit seismischen Gefahren umgehen kann. Dieses wichtige Buch stellt das verheerende Erdbeben, den Tsunami und die nukleare Kernschmelze in eine historische Perspektive und untersucht die Vorstellungen von Erdbeben seit dem 17. Jahrhundert, die verschiedenen Arten, wie sich die Erdbeben und ihre Folgen tatsächlich abgespielt haben, sowie ihre anhaltende soziale und wissenschaftliche Bedeutung.
Gregory Smits blickt zurück und zeigt auf, welche Fallstricke es in Zukunft zu vermeiden gilt und wie die Ressourcen für die Bewältigung künftiger Erdbeben- und Tsunami-Katastrophen eingesetzt werden sollten. Er kritisiert Japans Streben nach Erdbebenvorhersage in der Nachkriegszeit und das Konzept der "charakteristischen" Erdbeben.
Smits argumentiert, dass Erdbeben so chaotisch sind, dass sie nicht nur geologisch, sondern auch in ihren sozialen und kulturellen Auswirkungen unberechenbar sind. Die beste Hoffnung für die künftige Katastrophenabwehr seien daher erdbebensichere Technik und flexible Katastrophenschutzkapazitäten.
Als erste nachhaltige historische Analyse zerstörerischer Erdbeben und Tsunamis ist dieses Buch eine unverzichtbare Quelle für alle, die sich für Japan, Naturkatastrophen, Seismologie und Umweltgeschichte interessieren.