Bewertung:

Das Buch bietet eine historische Perspektive auf die Epidemie der Spanischen Grippe und verwebt Erzählungen aus dieser Zeit mit zeitgenössischen Überlegungen, insbesondere im Hinblick auf die Pandemie COVID-19. Es zeichnet sich durch eine starke Charakterentwicklung aus, insbesondere bei der Protagonistin Lydia, und untersucht die soziale Dynamik der damaligen Zeit. Viele Leser fanden jedoch die Struktur verwirrend und kritisierten das abrupte Ende, das ein Gefühl der Unvollständigkeit hinterlässt.
Vorteile:⬤ Spannende historische Einblicke
⬤ gut recherchierte Charaktere und Themen
⬤ zum Nachdenken anregend und relevant für aktuelle Ereignisse
⬤ gute Charakterentwicklung
⬤ interessante doppelte Handlungsstränge.
⬤ Verwirrende Erzählstruktur
⬤ abruptes und unbefriedigendes Ende
⬤ ablenkende Nebenhandlungen
⬤ zahlreiche Tippfehler und stilistische Probleme
⬤ einige Leser empfanden bestimmte Abschnitte als unnötig oder schlecht dargestellt.
(basierend auf 58 Leserbewertungen)
Wickett's Remedy
Lydia Kilkenny möchte ihre Kindheit in Süd-Boston hinter sich lassen, und als sie Henry Wickett heiratet, einen schüchternen Bostoner Brahmanen, der Arzt werden will, scheint ihre Zukunft gesichert.
Das ändert sich, als Henry sein Medizinstudium abbricht und Lydia anwirbt, ihm bei der Erfindung eines Versandmedikaments namens Wickett's Remedy zu helfen. Dann wird Boston von der Grippeepidemie 1918 heimgesucht, und Lydia muss sich in einer auf den Kopf gestellten Welt ihren eigenen Weg durch die Tragödie bahnen, die sich um sie herum abspielt.
Während sie sich einen Job als Krankenschwester in einer kuriosen medizinischen Station auf einer Insel sichert, in der die Krankheit am Menschen erforscht wird, stiehlt Henrys ehemaliger Geschäftspartner die Formel für Wickett's Remedy, um sich selbst eine neue Zukunft zu schaffen, wobei er versucht - und fast erfolgreich ist -, die Vergangenheit, die er hinter sich lässt, auszulöschen. Lebendig, mit erzählerischem Einfallsreichtum und sowohl mit Humor als auch mit Trauer durchsetzt, erinnert uns diese inspirierte Wiederbelebung einer vergessenen Ära eindringlich daran, wie sehr individuelle Stimmen zählen - in der Geschichte und im Leben.