Bewertung:

Das Buch bietet eine interessante Erkundung von Winthrop und seiner Verbindung zu der Redewendung „Stadt auf dem Hügel“. Es ist zwar lehrreich und gut geschrieben, könnte aber nach Meinung einiger Leser den biblischen Ursprung des Ausdrucks deutlicher herausstellen.
Vorteile:⬤ Gründlich und unparteiisch geschrieben
⬤ historisch informativ und lesbar
⬤ lehrt über Winthrop und die ihn umgebenden Missverständnisse
⬤ gut für Bildungszwecke.
Verspätete Anerkennung des biblischen Ursprungs des Ausdrucks; einige könnten das Gefühl haben, dass Winthrops Rolle bei der Popularisierung des Ausdrucks überbewertet wird.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
As a City on a Hill: The Story of America's Most Famous Lay Sermon
Wie eine obskure puritanische Predigt zum Gründungsdokument der amerikanischen Identität und des Exzeptionalismus wurde
"Denn wir müssen bedenken, dass wir wie eine Stadt auf einem Hügel sein werden", warnte John Winthrop seine Puritaner bei der Gründung Neuenglands im Jahr 1630. Mehr als drei Jahrhunderte später hat Ronald Reagan diese Passage in eine zeitlose Feier der amerikanischen Verheißung umgewandelt. Wie wurden Winthrops längst vergessene Worte zu einer zentralen Aussage über die amerikanische Identität und den Ausnahmestatus neu erfunden? In As a City on a Hill erzählt der führende amerikanische Intellektuellenhistoriker Daniel Rodgers die überraschende Geschichte eines der berühmtesten Dokumente im Kanon der amerikanischen Idee. Dabei erweckt er die Ideen zum Leben, die Winthrops Text zu seiner Zeit transportierte, und die stark unterschiedlichen Sehnsüchte, die ihm seitdem zugeschrieben werden.
As a City on a Hill zeigt, wie viel formbarer, verletzlicher und weniger eindeutig amerikanisch Winthrops "Modell der christlichen Nächstenliebe" war als das Dokument, das die Amerikaner des zwanzigsten Jahrhunderts erfanden. Jahrhunderts erfunden wurde. Über fast vier Jahrhunderte hinweg zeichnet Rodgers auffällige Veränderungen in der Bedeutung von Winthrops Worten nach - von Winthrops eigener ängstlicher Abrechnung mit der Prüfung durch die Welt über Abraham Lincolns eindringliche Erwähnung dieses "fast auserwählten Volkes" bis hin zu der "Stadt auf einem Hügel", die Afroamerikaner in Liberia zu errichten hofften, und zur Ära von Donald Trump.
As a City on a Hill zeigt, auf welch umständlichen und unerwarteten Wegen sich Winthrops Worte im amerikanischen Bewusstsein festgesetzt haben. Gleichzeitig bietet das Buch eine aufschlussreiche Reflexion darüber, wie der Nationalismus die Erfindung "zeitloser" Texte fördert, um die krummen Realitäten der Vergangenheit gerade zu rücken.