Bewertung:

Das Buch präsentiert eine theologische Hermeneutik durch die Linse der Inkarnation. Während einige Leser Zimmermanns Ansatz schätzen, kritisieren andere, dass es ihm an Tiefe mangelt und er es versäumt, sich umfassend mit etablierten hermeneutischen Rahmenwerken auseinanderzusetzen.
Vorteile:⬤ Bietet eine relative Interpretation von Theologie und Hermeneutik.
⬤ schlägt vor, dass theologische Hermeneutik zu einer besseren Lehrpraxis führen kann.
⬤ hebt die Bedeutung der Gemeinschaft mit Gott für die christliche Auslegung hervor.
⬤ Kritisiert, dass wichtige Denker wie Barth und Moltmann nicht berücksichtigt werden.
⬤ Es fehlt an Gründlichkeit und Tiefe, wie Thiseltons Kritik zeigt.
⬤ Übertreibt manchmal mit seinen Behauptungen und lässt es an Präzision in der Auseinandersetzung mit der philosophischen Hermeneutik fehlen.
⬤ Versäumt es, viele wichtige hermeneutische Persönlichkeiten und Theoretiker zu zitieren.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Recovering Theological Hermeneutics
Dieses Buch ist eine sorgfältige, historische Darstellung der Art und Weise, wie die Hermeneutik säkularisiert wurde und dennoch weiterhin auf das Kapital der christlichen Theologie zurückgreift. Indem er die der säkularen Hermeneutik innewohnenden Probleme aufzeigt und die überlieferte Geschichte der philosophischen Hermeneutik korrigiert, weist Zimmerman einen Weg, der über die säkulare Hermeneutik hinausgeht.
Dies ist ein kühnes Projekt, das nicht nur von Theologen gelesen werden sollte, sondern vor allem von Philosophen, die im Gefolge von Heidegger, Gadamer, Derrida und Levinas arbeiten. Dieses Buch ist eine hervorragende Ergänzung für jeden Kurs in philosophischer Hermeneutik. -- James K.
A.
Smith, Autor von The Fall of Interpretation In Recovering Theological Hermeneutics bietet Zimmerman ein überzeugendes Argument für die Behauptung, dass Hermeneutik theologisch sein muss, wenn sie wirklich hermeneutisch sein soll. Durch eine faire und sorgfältige Lektüre vormoderner und postmoderner hermeneutischer Theoretiker zeigt er deren wahre Verwandtschaft auf.
Indem er sich anerkennend (wenn auch nicht unkritisch) auf Einsichten von Gadamer, Levinas und Derrida stützt, zieht Zimmerman Bonhoeffer und Balthasar heran, um eine inkarnatorische Hermeneutik zu konstruieren. Zimmerman bietet uns eine zutiefst christliche Sicht des menschlichen Verstehens - eine, die weder zu hermeneutischem Triumphalismus noch zu hermeneutischer Verzweiflung führt, sondern das Verstehen als relational, historisch und letztlich auf Gottes Offenbarung beruhend bestätigt. --Bruce Ellis Benson, Autor von Graven Ideologies: Nietzsche, Derrida und Marion über die moderne Idolatrie Recovering Theological Hermeneutics ist ein wichtiger Beitrag zur Hermeneutik.
Zimmerman liefert nicht nur eine detaillierte und überzeugende historische Analyse, sondern auch einen Entwurf einer theologischen Hermeneutik, die ethisch, inkarnatorisch und damit im besten Sinne des Wortes wahrhaft evangelisch ist. Weit davon entfernt, eine vormoderne Sichtweise naiv zu idealisieren, arbeitet sich Zimmerman überzeugend durch modernes und postmodernes Denken. Dabei zeigt er das oft übersehene Potenzial der vormodernen christlichen Tradition auf, ohne ihre Schwierigkeiten und Mängel zu ignorieren - eine Herausforderung für die moderne und postmoderne Theologie und sogar für die Philosophie.
--Holder Zaborowsky, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.