
We Are All Survivors: Verbal, Ritual, and Material Ways of Narrating Disaster and Recovery
Welche Rolle spielt die Folklore bei der Diskussion über Katastrophen und Traumata? Wie nutzen die Überlebenden einer Katastrophe Sprache, Rituale und die materielle Welt, um ihre Erfahrungen zu artikulieren? Welche Erkenntnisse und Instrumente kann die Volkskunde den Überlebenden für die Bewältigung und Darstellung von Katastrophen und deren Folgen bieten? Können Volkskundler zu einem breiteren Verständnis von Empathie und der Rolle des Zuhörens in der ethnografischen Arbeit beitragen?
We Are All Survivors ist eine Sammlung von Aufsätzen, die sich mit der Rolle der Folklore nach einer Katastrophe befassen. Zu den Autoren gehören Wissenschaftler aus den USA und Japan, die seit langem mit katastrophengeschädigten Gemeinschaften arbeiten oder selbst Überlebende einer Katastrophe sind. Die einzelnen Kapitel befassen sich mit dem Hurrikan Katrina, dem Hurrikan Maria und zwei Erdbeben in Japan, darunter das Erdbeben, der Tsunami und die Nuklearkatastrophe von 2011. Das Buch basiert auf einer 2017 erschienenen Sonderausgabe von Fabula (von der International Society for Folk Narrative Research) und enthält eine überarbeitete Einleitung, ein zusätzliches Kapitel mit Originalillustrationen und eine neue Schlussfolgerung, die sich damit befasst, wie Volkskundler die Pandemie COVID-19 dokumentieren.
We Are All Survivors legt Zeugnis ab von den Äußerungen der Überlebenden in Bezug auf Gedenken, Trauer und Heilung.