
At No Time: Scenes and Dialogues
Dramatische Skizzen voller überraschender, unvorhersehbarer Wendungen einer bedeutenden deutschsprachigen Autorin des 20. Jahrhunderts.
Ilse Aichinger (1921-2016) war Mitglied der Gruppe 47, die sich nach dem Zweiten Weltkrieg um die Erneuerung der deutschsprachigen Literatur bemühte, und erlangte als Autorin von Belletristik, Lyrik, Prosa und Hörspielen große Anerkennung. Die Vignetten in "Zu keiner Zeit" beginnen jeweils in wiedererkennbaren Situationen, die oft in Wien oder anderen österreichischen Städten spielen, um dann sofort in bizarre Begegnungen, übernatürliche oder phantastische Situationen abzuschweifen. Präzise gezeichnet und doch beunruhigend verzerrt, sind sie sowohl naturalistisch als auch unzusammenhängend, wie die besten surrealistischen Gemälde.
Sie wurden geschaffen, um auf der Seite oder im Radio und nicht auf der Bühne erlebt zu werden, und erinnern an den magischen Realismus ihrer Kurzgeschichten. Auch wenn sie häufig eine düstere Wendung nehmen, bleiben sie voller Humor, Lebendigkeit und poetischer Freiheit.