Bewertung:

Insgesamt gilt „To the Lighthouse“ von Virginia Woolf als ein wunderschön geschriebener Klassiker, der die Komplexität menschlicher Beziehungen und den Lauf der Zeit durch einen einzigartigen Erzählstil erforscht. Das Buch zeichnet sich durch komplizierte Introspektionen der Figuren, eine poetische Sprache und eine vielschichtige Struktur aus. Manche Leser empfinden jedoch das Fehlen einer kohärenten Handlung und den mäandernden Stil als Herausforderung, was zu Gefühlen der Frustration oder Verwirrung führen kann.
Vorteile:⬤ Schöner und meisterhafter Schreibstil mit komplizierten Introspektionen der Figuren.
⬤ Innovative Erzählstruktur, die die Themen des Buches widerspiegelt.
⬤ Reichhaltige Erforschung menschlicher Beziehungen und psychologischer Tiefe.
⬤ Optisch ansprechende Ausgabe, die es zu einem Sammlerstück macht.
⬤ Fesselnde Sprache, die manche Leser als poetisch bezeichnen.
⬤ Mäandernde Erzählung, die manche als langsam und schwerfällig empfinden.
⬤ Das Fehlen einer konventionellen Handlung kann für Leser, die Action suchen, frustrierend sein.
⬤ Anspruchsvoller, bewusstseinserweiternder Stil, der manche verwirren kann.
⬤ Erfordert ein zweites oder drittes Lesen, um die Tiefe der Charaktere und Themen voll zu erfassen.
⬤ Einige Charaktere waren unsympathisch oder unterentwickelt, was zu gemischten Gefühlen beim Leser führte.
(basierend auf 587 Leserbewertungen)
To the Lighthouse
Diejenigen, die To the Lighthouse als minderwertig gegenüber Mrs. Dalloway abtun, weil es niemandem die halb so einprägsame Klarheit von Clarissa Dalloway bietet, verkennen dessen größere und künstlerisch schwierigere Ziele.
Sie müssen die reicheren Qualitäten des Verstandes und der Phantasie und des Gefühls übersehen, die Frau Woolf, vielleicht weil sie sie nicht wollte, in Mrs. Dalloway ausgelassen hat, die Geschichte, die glänzend beginnt und durch ein großartiges Zwischenspiel fortgesetzt wird, endet mit zu wenig Kraft und Ausdruckskraft. Auf jeden Fall hat der Rest des Buches seine Vorzüge...
Frau Woolf wendet ihre bemerkenswerte Methode der Charakterisierung an, eine Methode, die nicht auf Beobachtung oder persönlicher Erfahrung beruht, sondern rein synthetisch, rein schöpferisch ist. Weder Clarissa noch Mrs.
Ramsay haben etwas Autobiographisches an sich. Meiner Meinung nach erreicht Frau Woolf in dem großartigen Zwischenspiel „Time Passes“ den beeindruckendsten Höhepunkt des Buches...
Es ist Mrs. Dalloway in dem Maße unterlegen, in dem seine Ziele erreicht werden; es ist überlegen in der Größe der Ziele selbst.