Bewertung:

Insgesamt wird „To the Lighthouse“ von Virginia Woolf für seinen schönen Schreibstil und seine tiefen psychologischen Einsichten gelobt, obwohl es oft als anspruchsvoll und mäandernd beschrieben wird und keine konventionelle Handlung hat. In vielen Rezensionen wird die Komplexität der in der Geschichte dargestellten menschlichen Beziehungen hervorgehoben, aber auch darauf hingewiesen, dass der Erzählstil nicht bei allen Lesern Anklang findet. Enthusiasten schätzen den thematischen Reichtum und die innovative Struktur, während einige Leser von der lyrischen Prosa und dem Mangel an Handlung frustriert sind.
Vorteile:Wunderschön geschrieben, mit exquisiter Prosa, tiefen psychologischen Einblicken in die Beziehungen der Figuren und innovativen Erzähltechniken. Viele halten es für einen Klassiker und ein bedeutendes Werk der modernistischen Literatur.
Nachteile:Mäandernde Handlung, die sich langsam oder ereignislos anfühlen kann, was es für manche Leser schwierig macht, sich darauf einzulassen. Der Stil des Bewusstseinsstroms kann verwirrend sein, da es an konventionellen Dialogen und der Entwicklung der Charaktere fehlt. Einige Leser hatten Schwierigkeiten, sich in die Figuren hineinzuversetzen, oder empfanden einen Mangel an emotionaler Bindung.
(basierend auf 587 Leserbewertungen)
To the Lighthouse
Virginia Woolfs To the Lighthouse ist ein bahnbrechendes Werk der modernistischen Belletristik, in dem sie mit ihrer einzigartigen Technik des Bewusstseinsstroms das Innenleben ihrer Figuren erforscht. Es wird weithin als eine der größten künstlerischen Errungenschaften des zwanzigsten Jahrhunderts angesehen. Diese Penguin Classics-Ausgabe wurde von Stella McNichol herausgegeben, mit einer Einführung und Anmerkungen von Hermione Lee.
To the Lighthouse ist zugleich eine lebendige impressionistische Schilderung eines Familienurlaubs und eine Meditation über die Ehe, über Elternschaft und Kindheit, über Trauer, Tyrannei und Bitterkeit. Seit Jahren verbringen die Ramsays jeden Sommer in ihrem Ferienhaus in Schottland, und sie gehen davon aus, dass diese Sommer ewig andauern werden; doch als der Erste Weltkrieg droht, wird die Integrität von Familie und Gesellschaft auf fatale Weise in Frage gestellt. Die Verwendung von Erinnerungen, Reminiszenzen und wechselnden Perspektiven verleiht dem Roman eine intime, poetische Essenz, und zur Zeit seiner Veröffentlichung im Jahr 1927 stellte er eine völlige Ablehnung der viktorianischen und edwardianischen literarischen Werte dar.
Virginia Woolf (1882-1941) gilt als eine der bedeutendsten Schriftstellerinnen und Essayistinnen des 20. Jahrhunderts, als Schlüsselfigur der Literaturgeschichte, als Feministin und Modernistin sowie als Zentrum der „Bloomsbury Group“, einer informellen Gruppe von Künstlern und Schriftstellern, die einen starken Einfluss auf die britische Kultur des frühen 20. Jahrhunderts ausübte. Zwischen 1925 und 1931 schuf sie die Werke, die heute als ihre besten gelten, von Mrs Dalloway (1925) bis zu dem poetischen und höchst experimentellen Roman The Waves (1931). Darüber hinaus verfasste sie ein erstaunliches Werk an Literaturkritik, Kurzgeschichten, Journalismus und Biografien, darunter das spielerisch subversive Orlando (1928) und A Room of One's Own (1929), ein leidenschaftlicher feministischer Essay.
Es lohnt sich, es immer wieder zu lesen... das Meer umgibt die Geschichte mit einem brillanten Auf und Ab.
Rachel Billington