Bewertung:

To the Lighthouse von Virginia Woolf ist ein komplexer modernistischer Roman, der die inneren Gedanken und Beziehungen seiner Figuren, insbesondere von Mrs. Ramsay und Lily Briscoe, erforscht. Die Erzählung bedient sich eines Bewusstseinsstroms und einer nicht-linearen Struktur, was zu geteilten Meinungen über seine Lesbarkeit und Wirkung führt. Während viele die schöne Prosa und die tiefgründigen Themen loben, finden einige, dass das Buch mäandert und keine kohärente Handlung hat.
Vorteile:⬤ Schöner und poetischer Schreibstil, der psychologische Tiefe einfängt.
⬤ Starke Charakterisierung und emotionales Engagement, insbesondere bei Mrs. Ramsay und Lily Briscoe.
⬤ Innovativer Einsatz von Bewusstseinsströmen und nicht-linearem Erzählen.
⬤ Reichhaltige Bilder und thematische Erforschung von Zeit, Beziehungen und der Natur der Kunst.
⬤ Geschätzt als ein klassisches Stück Literatur, das zu tiefer Reflexion anregt.
⬤ Mäanderndes und langsames Tempo, das manche Leser frustrieren könnte.
⬤ Fehlen einer klaren Handlung oder einer bedeutenden Aktion, was zu einem Gefühl der Unbeteiligtheit führt.
⬤ Der Stil des Bewusstseinsstroms kann für viele Leser schwer nachvollziehbar sein.
⬤ Einige Charaktere werden als weniger sympathisch oder nachvollziehbar empfunden.
⬤ Die Komplexität des Buches kann mehrere Lesungen erfordern, um die Themen und Nuancen vollständig zu erfassen.
(basierend auf 587 Leserbewertungen)
To the Lighthouse
Wenn ich die Worte nicht sehe, die sich wie Rauchringe um mich winden, bin ich in der Dunkelheit - ich bin nichts. - Virginia Woolf.
Virginia Woolfs locker autobiografischer Roman wurde erstmals 1927 veröffentlicht und handelt von der Familie Ramsay und ihren Besuchen auf der Isle of Skye zwischen 1910 und 1920, also während des Ersten Weltkriegs. Der sechsjährige James möchte den Leuchtturm besuchen, den sie von ihrem Fenster aus sehen können, und seine Mutter sagt ihm, dass sie am nächsten Tag fahren werden, wenn das Wetter es zulässt...
In den Fußstapfen von Marcel Proust und James Joyce ist To the Lighthouse ein modernistischer Roman, der die Komplexität der Frage, wer und was wir sind und wie wir die Welt wahrnehmen, während wir durch den sich verändernden Sand der Zeit stapfen, in einer Bewusstseinsstromtechnik behandelt. Während der Leser auf die lang aufgeschobene Reise zum Leuchtturm wartet, sind die Themen des Textes die Vergänglichkeit des Lebens, die Abwesenheit und die Unausweichlichkeit des Todes. Alles wird vergehen, nicht aber die bleibende Kraft der Kunst. Ein subtiles, psychologisches Meisterwerk eines großen Schriftstellers.
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