Bewertung:

Das Buch bietet eine detaillierte Untersuchung des Spanischen Bürgerkriegs durch eine Linse, die das Versagen und die Gewalt auf der linken Seite des Konflikts hervorhebt. Es wird zwar für seine Recherchen und seine Darstellung gelobt, aber auch für seine vermeintliche Voreingenommenheit gegenüber der Linken und seine mangelnde Unparteilichkeit kritisiert.
Vorteile:Das Buch ist gut recherchiert und bietet eine fesselnde Erzählung über den Spanischen Bürgerkrieg, die die chaotischen Bedingungen, die zu dem Konflikt führten, beleuchtet. Die Leser schätzen Dr. Paynes detaillierte Beschreibungen historischer Figuren und Ereignisse, und viele finden seine Sichtweise erfrischend im Vergleich zu anderen Darstellungen, die eher linksextreme Sympathien wecken. Sein Schreibstil wird als einnehmend und zum Nachdenken anregend beschrieben.
Nachteile:Kritiker weisen auf erhebliche Formatierungsprobleme in der Kindle-Ausgabe hin, die das Leseerlebnis beeinträchtigen. Einige Rezensenten sind der Meinung, dass das Buch der Linken zu Unrecht die Schuld an der Gewalt und dem Chaos während der Zweiten Republik gibt. Einige argumentieren, dass es an einer ausgewogenen Sichtweise aller beteiligten Seiten mangelt und die Komplexität der politischen Landschaft zu dieser Zeit nicht ausreichend dargestellt wird, was zu schlüssigen Annahmen führt, die die Erzählung zu stark vereinfachen könnten.
(basierend auf 9 Leserbewertungen)
Collapse of the Spanish Republic, 1933-1936: Origins of the Civil War
Dieses Buch konzentriert sich auf den kurzen, aber entscheidenden Zeitraum, der zum Zusammenbruch der spanischen Republik führte und die Voraussetzungen für den darauf folgenden Bürgerkrieg schuf. Stanley G.
Payne, ein international bekannter Gelehrter der modernen spanischen Geschichte, beschreibt die politischen Veränderungen zwischen 1933 und 1936 und untersucht das Handeln und Nichthandeln der wichtigsten Akteure in diesen Jahren. Anhand ihrer eigenen Memoiren, Reden und Erklärungen stellt er die bisherige Wahrnehmung verschiedener Hauptakteure, darunter Präsident Alcal Zamora, in Frage. Der Zusammenbruch politischer Koalitionen und die internen Gräben zwischen der spanischen Bourgeoisie und den Arbeiterklassen führten Mitte der 1930er Jahre zu zahlreichen gewalttätigen Auseinandersetzungen.
Das Buch befasst sich mit den Wahlen von 1933 und dem darauf folgenden destabilisierenden Aufstand, den gescheiterten Versuchen Alcal Zamoras, die großen Parteien zu kontrollieren, und den daraus resultierenden Gegenreaktionen. Die Bündnisse der sozialistischen Linken mit dem Kommunismus und der Rechten mit dem Faschismus werden ebenso beleuchtet wie die Rolle der Kräfte außerhalb Spaniens, die die Gewalt anheizten, die schließlich in einen Krieg mündete.