Bewertung:

Die Rezensionen von Anais Nins frühem Tagebuch heben dessen Bedeutung als Spiegelbild ihrer Kindheit und ihres Übergangs zum Erwachsensein hervor. Die Leser bewundern ihren wortgewandten Schreibstil, ihre psychologischen Einsichten und die Tiefe ihrer Charaktererforschung. Einige äußern sich jedoch dahingehend, dass der Inhalt für Gelegenheitsleser oder diejenigen, die mit ihrem Werk nicht vertraut sind, nicht attraktiv sein könnte, und einige Erfahrungen mit fehlenden Seiten deuten auf Probleme mit der Veröffentlichung hin.
Vorteile:⬤ Einfühlsame und artikulierte Schreibweise, die frühe Anzeichen von Nins literarischem Talent zeigt.
⬤ Bietet eine einzigartige Perspektive auf ihre Kindheit und persönliche Entwicklung.
⬤ Emotionale und psychologische Tiefe, mit faszinierenden Beschreibungen ihrer Lebenserfahrungen.
⬤ Wird als großartige Ergänzung für Nin-Fans beschrieben, die das Verständnis für ihre späteren Werke fördert.
⬤ Kann Gelegenheitsleser oder diejenigen, die mit Nins Werken nicht vertraut sind, nicht fesseln.
⬤ Manche finden die frühen Jahre weniger fesselnd oder „unscheinbar“ im Vergleich zu ihrem späteren, skandalöseren Leben.
⬤ Ein Rezensent meldete fehlende Seiten, was auf mögliche Probleme bei der Veröffentlichung hinweist.
(basierend auf 12 Leserbewertungen)
Dieser letzte Band der frühen Tagebücher, der in der heruntergekommenen Villa in Louveciennes endet, die so eng mit Henry Miller verbunden ist, bildet eine Brücke zwischen dem frühen Leben von Anais Nin und dem ersten Band ihres inzwischen berühmten Tagebuchs. Trotz der ihrer Meinung nach „idealen“ Ehe mit Hugo Guiler spürte Nin eine wachsende Dualität von Körper und Geist und begann einen Flirt mit dem amerikanischen Schriftsteller John Erskine.
Sie erneuerte auch ihre Beziehung zu einem gut aussehenden Cousin, Eduardo Sanchez, teilweise in der Hoffnung, er würde sie von Erskine heilen. Sanchez machte sie mit den Werken von Freud und Jung bekannt und teilte ihre Bewunderung für D. H.
Lawrence. Während dieser Zeit verfasste Nin eine einfühlsame Studie über Lawrence, die ihr erstes veröffentlichtes Buch wurde.
Sie experimentierte auch mit Geschichten, die sie größtenteils aus ihrem Tagebuch entnahm. Auf Seiten, die offener sind als in den vorangegangenen Tagebüchern, enthüllt Nin, wie sie ihre Besessenheit auslebte, die ihre Ehe bedrohte und sie fast in den Selbstmord trieb.