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When Affirmative Action Was White: An Untold History of Racial Inequality in Twentieth-Century America
Mit dieser brisanten Analyse stellt Ira Katznelson unser Verständnis der amerikanischen Geschichte des 20. Jahrhunderts grundlegend auf den Kopf und zeigt, dass die wichtigsten Programme, die in der Zeit des New Deal und des Fair Deal verabschiedet wurden, nicht, wie so oft behauptet, grundsätzlich gerecht oder unparteiisch waren, sondern diskriminierend, da sie Afroamerikaner bewusst von den Vorteilen ausschlossen.
Tatsächlich, so schreibt Katznelson, hat sich die Kluft zwischen schwarzen und weißen Amerikanern nach dieser Zeit sogar noch vergrößert, was zu einem nicht geringen Teil den segregationistischen Plänen der Südstaaten-Demokraten geschuldet war. Mit einer neuen Einleitung, die diese Geschichte in den breiteren Kontext der Geschichte des 20.
und 21. Jahrhunderts einordnet, bleibt When Affirmative Action Was White tragischerweise so aktuell wie eh und je und bietet sowohl ein „schmerzhaftes Verständnis dafür, wie sich Politik und Ethnie überschneiden“ (Henry Louis Gates Jr.) als auch eine umfassende Rechtfertigung für die Fortsetzung von Förderprogrammen.