Bewertung:

Das Buch „Fear Itself“ von Ira Katznelson bietet eine eingehende Analyse der New-Deal-Ära und konzentriert sich dabei auf den Einfluss der Südstaatenpolitiker, die Rassendynamik und die Komplexität der US-Regierung während der Depression und danach. Der Autor verfolgt einen akribischen Ansatz und beleuchtet, wie Kompromisse geschlossen wurden, insbesondere mit Rassismus und Totalitarismus, was sich auf die Entwicklung des modernen Amerikas auswirkte.
Vorteile:Das Buch ist gut recherchiert und dokumentiert den historischen Kontext des New Deal mit großer Detailgenauigkeit. Viele Rezensenten lobten Katznelsons Einblicke in die Rolle der Südstaaten-Demokraten und den Rassismus, der sowohl dem New Deal als auch seiner politischen Landschaft innewohnte. Die Erzählung bietet eine neue Perspektive, die die traditionelle Geschichtsschreibung in Frage stellt und die Leser dazu anregt, kritisch über die Kompromisse der Vergangenheit und die Politik der Gegenwart nachzudenken.
Nachteile:Kritiker wiesen darauf hin, dass das Buch aufgrund seiner komplexen Struktur und seines dichten Inhalts schwer zu lesen sein kann. Einige fanden es mäandernd und zerstreut und betonten, dass es sich stärker auf den Einfluss der Südstaaten auf den New Deal hätte konzentrieren können, anstatt eine breite Palette von Themen oberflächlich zu behandeln. Darüber hinaus waren mehrere Leser enttäuscht über den irreführenden Titel und waren der Meinung, dass das Buch ihre Erwartungen an den New Deal oder FDR nicht erfüllt hat.
(basierend auf 66 Leserbewertungen)
Fear Itself: The New Deal and the Origins of Our Time
Ein Werk, das „den New Deal von Grund auf neu konzeptualisiert und zahllose provokative Fragen aufwirft“ (David Kennedy), Fear Itself verändert die Grundregeln für unser Verständnis dieser entscheidenden Ära der amerikanischen Geschichte.
Ira Katznelson untersucht den New Deal durch die Linse einer allgegenwärtigen, fast existenziellen Angst, die eine Welt erfasste, die vom Zusammenbruch des Kapitalismus und dem Aufstieg konkurrierender Diktaturen geprägt war, sowie einer Angst, die durch die ruinösen Rassenunterschiede in der amerikanischen Gesellschaft entstand. Katznelson argumentiert, dass die amerikanische Demokratie durch eine faustische Kollaboration sowohl gerettet als auch verzerrt wurde, die die Rassentrennung bewahrte, während sie einen neuen Nationalstaat aufbaute, um den Kapitalismus zu verwalten und die globale Macht zu behaupten.
Fear Itself zeichnet die Entstehung des modernen amerikanischen Staates nach und zeigt, „wie der Glaube an das Gemeinwohl einer Zentralregierung wich, die von der Politik der Interessengruppen beherrscht wird und von der nationalen Sicherheit besessen ist“ (Louis Menand, The New Yorker).