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American Dreams in Mississippi: Consumers, Poverty, and Culture, 1830-1998
Die Träume von Überfluss, Auswahl und Neuheit, die das Wachstum der Konsumkultur in den Vereinigten Staaten beflügelt haben, scheinen in der Geschichte von Mississippi - einem Staat, der lange Zeit mit Armut, Ungleichheit und ländlichem Leben in Verbindung gebracht wurde - wenig Platz zu haben.
Doch wie Ted Ownby in dieser innovativen Studie zeigt, haben Konsumgüter und das Einkaufen eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der Klassen-, Ethnie- und Geschlechterbeziehungen in Mississippi von der Antebellum-Ära bis in die Gegenwart gespielt. Nach einer Untersuchung der Gemischtwaren- und Plantagenläden des 19.
Jahrhunderts, einer Zeit, in der die Einkaufsgewohnheiten nach Rassen- und Klassenhierarchien stratifiziert waren, zeichnet Ownby die Entwicklung neuer Arten von Geschäften und Kaufmustern im zwanzigsten Jahrhundert nach, als Frauen und Afroamerikaner begannen, neue Formen der wirtschaftlichen Macht auszuüben. Anhand von so unterschiedlichen Quellen wie Ladenbüchern, Blues-Texten und den Schriften von William Faulkner, Eudora Welty, Richard Wright und Will Percy beleuchtet er die sich wandelnden Beziehungen zwischen Ethnie, Landleben und Konsumgütern und bietet damit eine neue Möglichkeit, die Verbindung zwischen Macht und Kultur im amerikanischen Süden zu verstehen.