
Clothing and Fashion in Southern History
Beiträge von Grace Elizabeth Hale, Katie Knowles, Ted Ownby, Jonathan Prude, William Sturkey, Susannah Walker, Becca Walton und Sarah Jones Weicksel.
Die Modestudien haben sich lange Zeit auf die Kunst und die Bewahrung fein gearbeiteter Kleidungsstücke der Oberschicht konzentriert, und die für die Erforschung der Geschichte des Südens genutzten Archivbestände weisen Lücken und Schweigen auf. Dennoch wurde die Kleidung als etwas, das von Versklavten, Inhaftierten, Armen und der Arbeiterklasse sowie von als transgressiv wahrgenommenen Subkulturen hergestellt und getragen wurde, bisher kaum untersucht.
Die Aufsätze in diesem Band nehmen Kleidung als Ausgangspunkt und regen den Leser dazu an, sich die jahrhundertelange Verflechtung des Südens mit einer globalen Wirtschaft anhand von Kleidungsstücken vorzustellen. Die Baumwolle wurde von versklavten oder schlecht bezahlten Arbeitern geerntet, in weit entfernten Fabriken verarbeitet, unter dem Einfluss kosmopolitischer Geschmacksmacher entworfen und in den Süden zurückverkauft, oft von eingewanderten Händlern.
Die Beiträge befassen sich mit Themen wie der Frage, wie freie und versklavte Frauen, die nur wenige oder gar keine Rechte besaßen, Mitte des 18. Jahrhunderts den Besitz von Kleidung für sich beanspruchten, wie weiße Frauen in der Konföderation die Herstellung von Kleidung als eine Form des Patriotismus beanspruchten, wie inhaftierte Männer und Frauen ihre Kleidung herstellten und sich vorstellten und wie Bekleidungskooperativen im Mississippi der Bürgerrechtszeit entstanden. In einer Einleitung der Herausgeber Ted Ownby und Becca Walton wird die Frage gestellt, wie man am besten mit dem Studium von Kleidung und Mode in der Geschichte des Südens beginnt, und in einem Nachwort von Jonathan Prude wird die Frage gestellt, wie man am besten abschließt.