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Hurtin' Words: Debating Family Problems in the Twentieth-Century South
Als Tammy Wynette „D-I-V-O-R-C-E“ sang, sagte sie berühmt, dass sie „die verletzenden Worte ausbuchstabierte“, um ihrem Kind den Schmerz einer Familientrennung zu ersparen. In diesem innovativen Werk untersucht Ted Ownby, wie ein breites Spektrum von Schriftstellern, Denkern, Aktivisten und anderen die Familienprobleme im amerikanischen Süden des 20.
Ownby zeigt, dass es sowohl für Afroamerikaner als auch für Weiße üblich war, das Familienleben unter dem Aspekt der Krise zu diskutieren, dass sie aber zu sehr unterschiedlichen Schlussfolgerungen hinsichtlich der Ursachen und Lösungen kamen. In der Zeit der Bürgerrechte vertraten viele das Ideal der christlichen Brüderlichkeit als Mittel zur Überwindung von Spaltungen. Die Gegner der Bürgerrechte prangerten die „Brüderlichkeit“ als eine Bewegung an, die die elterliche und religiöse Autorität untergrub.
Andere, insbesondere in der afroamerikanischen Gemeinschaft, lehnten die Idee der Familienkrise gänzlich ab und versuchten, die Anpassungsfähigkeit der Familie als eine Quelle der Stärke neu zu definieren. Ownby versucht nicht, die Erfahrung einer archetypischen „Südstaaten-Familie“ zu definieren, sondern betrachtet Kontexte wie politische und religiöse Debatten über Scheidung und Familienwerte, Südstaaten-Rockmusik, Autobiografien und mehr, um aufzuzeigen, wie die Menschen im Süden das Konzept der Familie als Stellvertreter für die Vorstellung einer besseren Zukunft oder glücklicheren Vergangenheit nutzten.