
In Search of Justice in Thailand's Deep South: Malay Muslim and Thai Buddhist Women's Narratives
Seit 2004 hat der gewaltsame Konflikt zwischen thailändischen Buddhisten und malaiischen Muslimen in den südlichen Grenzprovinzen Thailands mehr als 7.500 Tote und 13.000 Verletzte gefordert. Dies ist die erste Sammlung, die in englischer Sprache veröffentlicht wird, um denjenigen eine Stimme zu geben, die sich von diesen tiefgreifenden persönlichen Tragödien erholt haben, um Gerechtigkeit und Frieden zu fordern.
Der Aufstand der ethnischen und religiösen Separatisten in den südlichen Provinzen Thailands ist sehr komplex. Neunzig bis fünfundneunzig Prozent der thailändischen Bürger sind Buddhisten. In den südlichsten Provinzen sind jedoch die Muslime in der Mehrheit - und doch werden sie von der buddhistischen thailändischen Hauptstadt im Norden regiert. In den Jahren 2006 und 2014 erlebte die thailändische Regierung getrennte Putsche, die zu unterschiedlichen Maßnahmen führten, um dieses Problem im Süden anzugehen, einschließlich eines nationalen Kulturgesetzes zur Förderung des "Thai-Seins" im ganzen Land. Im Süden führte dies zu einer repressiven und korrupten Polizei und zu militärischen Razzien in muslimischen Dörfern, bei denen Schulen und andere Symbole der thailändischen Regierung in Brand gesetzt, Bombenanschläge verübt und sogar Lehrer und Mönche getötet wurden.
Die hier gesammelten Erzählungen, vor allem von Frauen, belegen, dass die Gewalt zwar von beiden Seiten der buddhistisch-muslimischen Kluft ausgeht, dass aber die Maßnahmen der bewaffneten Kräfte des thailändischen buddhistischen Staates - einschließlich repressiver Gewalt und Folter - als Katalysator für den zunehmenden muslimischen Aufruhr gedient haben. Diese Beiträge zeigen das grundlegende Problem auf, wie ein Minderheitenvolk vollständig zu einem Staat gehören kann, der auf religiöser, kultureller und sprachlicher Homogenisierung beharrt.