
Buddhist Extremists and Muslim Minorities: Religious Conflict in Contemporary Sri Lanka
Als der Bürgerkrieg in Sri Lanka zwischen singhalesischen Buddhisten und Tamilen im Jahr 2009 endete, hofften viele Sri Lanker und ausländische Beobachter gleichermaßen auf die Wiederherstellung relativ harmonischer religiöser und ethnischer Beziehungen zwischen den verschiedenen Gemeinschaften im Land. Stattdessen brach eine andere Art von Gewalt aus, die sich dieses Mal gegen die muslimische Gemeinschaft richtete.
Die Aufsätze in Buddhistische Extremisten und muslimische Minderheiten untersuchen die Geschichte und den aktuellen Stand der buddhistisch-muslimischen Beziehungen in Sri Lanka und versuchen, die Ursachen für diesen neu entstandenen Konflikt zu ermitteln. Euro-amerikanische Leser, die mit dieser Geschichte nicht vertraut sind, werden überrascht sein, dass sie gängige Stereotypen über die beiden religiösen Gruppen auf den Kopf stellt. In diesem Zusammenhang sind bestimmte Gruppen von Buddhisten, die im Westen im Allgemeinen als friedliebend gelten, damit beschäftigt, Muslime zu schikanieren, die zunehmend als militant angesehen werden.
Die Autoren untersuchen die historischen Kontexte und inhaltlichen Gründe, die zum buddhistischen Nationalismus und zu aggressiven Angriffen auf muslimische Gemeinschaften geführt haben. Der Aufstieg des buddhistischen Nationalismus im Allgemeinen wird analysiert und erklärt, während die spezifische Rolle, die Methoden und der Charakter der militanten Bodu Bala Sena-Bewegung ("Armee der buddhistischen Macht") einer besonderen Betrachtung unterzogen werden.
Zu den Motiven für Angriffe auf Muslime kann die tief verwurzelte Wahrnehmung wirtschaftlicher Ungleichheit gehören, aber auch Elemente der religiösen Kultur (Rituale und Symbole) werden als Katalysatoren für explosive Gewalttaten angesehen. Dieser dringend benötigte, zeitgemäße Kommentar verspricht, die gängige Sichtweise auf Muslime und religiöse Gewalt zu verändern.