Bewertung:

Das Buch hat eine Reihe von Rezensionen erhalten, in denen seine Bedeutung und sein interessanter Inhalt gelobt werden, aber auch darauf hingewiesen wird, dass es von einer strafferen Bearbeitung profitieren könnte.
Vorteile:Provokante Argumente, wichtige Themen, sehr interessanter Inhalt.
Nachteile:Der Text sollte überarbeitet werden; das Buch könnte kürzer und konzentrierter sein.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
Extremely Violent Societies: Mass Violence in the Twentieth-Century World
Gewalt ist eine Tatsache des menschlichen Lebens.
Dieses Buch zeichnet die sozialen Wurzeln der außergewöhnlichen Prozesse menschlicher Zerstörung nach, die mit der Massengewalt im zwanzigsten Jahrhundert einhergehen. Christian Gerlach zeigt, dass Begriffe wie „Völkermord“ und „ethnische Säuberung“ zu eng gefasst sind, um die vielfältigen Motive und Interessen zu erklären, die dazu führen, dass sich Gewalt in unterschiedlichen Formen und Intensitäten ausbreitet - von Tötungen und Vertreibungen bis hin zu erzwungenem Hunger, kollektiven Vergewaltigungen, strategischen Bombenangriffen, Zwangsarbeit und Gefangenschaft.
Er untersucht, was vor, während und nach Perioden weit verbreiteten Blutvergießens in Armenien, Indonesien, Bangladesch, Griechenland und in Anti-Guerilla-Kriegen geschah, um die entscheidende Rolle des sozioökonomischen Drucks bei der Entstehung von Gruppenkonflikten hervorzuheben. Indem er sich darauf konzentriert, warum so viele verschiedene Menschen an Massengewalt teilnahmen oder sie unterstützten und warum verschiedene Gruppen zu Opfern wurden, bietet uns der Autor einen neuen Weg zum Verständnis eines der beunruhigendsten Phänomene unserer Zeit.