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Making Better Coffee: How Maya Farmers and Third Wave Tastemakers Create Value
Ein Anthropologe deckt auf, dass „guter Kaffee“ nicht nur vom Geschmack abhängt, sondern auch von einem komplexen Wertesystem, das zwischen Bauern, Röstern und Verbrauchern ausgearbeitet wurde.
Was rechtfertigt die hohen Preise, die für kleine Mengen von Spitzenkaffee der Dritten Welle verlangt werden? Making Better Coffee geht dieser Frage nach, indem es die Hochlandkaffeebauern in Guatemala und ihr Verhältnis zu den Trends untersucht, die bestimmen, was „guten Kaffee“ ausmacht. Die Händler betonen die materiellen Bedingungen des Terroirs und der Botanik, aber ebenso wichtig sind die sozialen, moralischen und politischen Werte, die Bauern, Röster und Verbraucher mit den Bohnen verbinden.
Jahrhundert wurden die Maya-Bauern gezwungen, auf den großen Plantagen zu arbeiten, die ihr angestammtes Land kolonisierten. In den 1990er Jahren veränderte sich der internationale Kaffeemarkt und es entstand eine Nachfrage nach Hochgebirgssorten - Pflanzen, die für die Berge geeignet sind, aus denen die Maya vertrieben worden waren. Edward F. Fischer stellt eine Verbindung zwischen dem Streben nach Qualität bei den US-amerikanischen Geschmacksforschern und dem Leben und den Wünschen der Maya-Erzeuger her und zeigt, wie durch die kunstvolle Kombination der materiellen und symbolischen Eigenschaften des Kaffees Gewinne erzielt werden. Das Ergebnis ist eine komplexe Geschichte über Terroir und Geschmack, Qualität und Handwerk, Gerechtigkeit und Notwendigkeit, Wert und Nutzen.