
Cultural Logics and Global Economies: Maya Identity in Thought and Practice
A Choice Outstanding Academic Book, 2002
Während sich Ideen, Waren und Menschen immer leichter und schneller über nationale Grenzen und geografische Entfernungen hinweg bewegen, tragen die wirtschaftlichen Veränderungen und der technologische Fortschritt, die diese Globalisierung ermöglichen, paradoxerweise auch zur Balkanisierung von Staaten, ethnischen Gruppen und speziellen Interessenbewegungen bei. Dieses Buch untersucht, wie sich dieser Prozess in Guatemala abspielt, und stellt eine innovative Synthese der lokalen und globalen Faktoren vor, die die indigenen Maya-Völker Guatemalas dazu veranlasst haben, ihre kulturelle Identität und Besonderheit innerhalb der dominanten hispanischen Gesellschaft zu behaupten und zu verteidigen.
Edward F. Fischer stützt sich auf neuere Theorien aus der Kognitionswissenschaft, der interpretativen Ethnographie und der politischen Ökonomie. Er untersucht einzelne Maya-Aktivisten und lokale Kulturen sowie die sich verändernden nationalen und internationalen Machtverhältnisse, um zu verstehen, wie ethnische Identitäten in der modernen Welt konstruiert und ausgedrückt werden. Auf globaler Ebene zeigt er, wie strukturelle Verschiebungen in den internationalen Beziehungen der Mehrheit der Maya-Bevölkerung Guatemalas neue Möglichkeiten des ethnischen Ausdrucks eröffnet haben. Auf lokaler Ebene untersucht er die Prozesse der Identitätskonstruktion in zwei Kaqchikel-Maya-Städten, Tecpn und Patzn, und zeigt, wie abweichende lokale Normen zu unterschiedlichen Auffassungen und Ausdrucksformen des Maya-Seins führen, die dennoch gewisse grundlegende Ähnlichkeiten mit dem größeren Pan-Maya-Projekt aufweisen. Indem er diese Analyseebenen miteinander verknüpft, argumentiert Fischer, dass offene "kulturelle Logiken" der Maya die Art und Weise bestimmen, in der Maya-Individuen (nationale Führer und ländliche Massen gleichermaßen) ihre Identität in einer sich schnell verändernden Welt kreativ zum Ausdruck bringen.