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Borderline Welfare - Feeling and Fear of Feeling in Modern Welfare
Welche "Formen des Fühlens" werden in den Kulturen und Strukturen der modernen staatlichen Wohlfahrt gefördert und welche nicht? Dieses Buch beleuchtet die sozialen und psychischen Dynamiken dieser neuen öffentlichen Wohlfahrtskulturen und setzt sie in Beziehung zu unserem Verständnis von Grenzzuständen des Geistes in Individuen, Organisationen und der Gesellschaft.
Ausgehend von ihrer Idee einer psychoanalytischen Sensibilität, die in Wilfred Bions Begriff des "Lernens aus Erfahrung" wurzelt, versuchen die Autoren, die neuen Gefühlsstrukturen zu erschließen, die in den kommerzialisierten und kommodifizierten Gesundheits- und Sozialfürsorgesystemen Gestalt annehmen. Indem sie ihre Überlegungen zur klinischen Arbeit mit Patienten, zur Beratung von Organisationen des öffentlichen Sektors, zur politischen Analyse und zur Tradition des Group Relations Training zusammenführen, bieten sie eine weitreichende Perspektive auf die Art und Weise, wie zeitgenössische soziale Ängste innerhalb der modernen öffentlichen Wohlfahrt bewältigt werden.
Unser kollektiver Kampf mit Abhängigkeits- und Verlustängsten und die Anforderungen, die das Leben und Arbeiten in einer vernetzten Welt mit gegenseitiger Abhängigkeit mit sich bringt, stellen uns vor neue Herausforderungen in Bezug auf unsere Fähigkeit, ein tiefes emotionales Engagement in sozialen Einrichtungen aufrechtzuerhalten.